K.O.-Schlag gegen "die aktuelle" war ihm sicher
Prinz August zieht überraschend Klage zurück

Prinz Ernst August von Hannover hat trotz bisherigem gerichtlichen Erfolg überraschend beim Bundesgerichtshof (BGH) eine Klage gegen die Bildberichterstattung des Gong-Verlages zurückgezogen. Seine Verteidiger reichten einen entsprechenden Antrag am Dienstag in Karlsruhe ein.

rtr KARLSRUHE. Der Prinz hatte sich ursprünglich dagegen gewehrt, dass die Zeitschrift "die aktuelle" einen Artikel über den Angriff des Prinzen auf eine Fotojournalistin mit einem sachfremden Ganzkörperfoto illustriert hatte. Das Foto zeigte den Adeligen im Smoking und war zwei Jahre zuvor bei einem Galakonzert aufgenommen worden. Über den Angriff selbst stand der Zeitschrift kein Foto zur Verfügung. Mit seiner Klage hatte Ernst August in beiden Instanzen Erfolg gehabt.

Die Vorinstanzen, das Landgericht und das Oberlandesgericht Hamburg, hatten in ihren Urteilen dem Schutz der Prominenten einen hohen Stellenwert eingeräumt. Sie hatten übereinstimmend erklärt, dass Zeitschriften nicht mehr als ein neutrales Passfoto des Prominenten zeigen dürften, wenn von dem beschriebenen Ereignis selbst kein Bild zur Verfügung stehe. Dies sei im vorliegenden Fall jedoch weit überschritten. Der Verlag war daraufhin in die Revision gegangen. Kurz vor der mündlichen Verhandlung vor dem BGH zogen die Anwälte des Prinzen die gesamte Klage zurück. Damit gelten sämtliche, bis dahin ergangene Urteile nicht mehr. Die Anwälte des Prinzen konnten auf Anfrage nicht sagen, was ihren Mandanten zur Rücknahme der Klage bewogen hat.

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