Kabelnetzeinspeisung der Programme der RTL-Gruppe
PrimaCom einigt sich mit RTL-Gruppe

Die PrimaCom AG (Mainz) hat sich mit der RTL-Gruppe über eine Netzeinspeisung ihrer Programme geeinigt. Ein langfristiger Einspeisungsvertrag soll in nächster Zeit ausgehandelt werden.

dpa LEIPZIG/KÖLN. Die PrimaCom AG (Mainz) hat sich mit der RTL- Gruppe über eine Netzeinspeisung ihrer Programme geeinigt und einen Vorvertrag über eine Kooperation auch im Bereich neue Medien geschlossen. Das teilten die beiden Unternehmen am Donnerstag in Köln mit. Danach wird PrimaCom die Programme von RTL, RTL II, Super RTL und VOX vorläufig bis zum 31. März 2002 analog und zusätzlich digital in ihre aufgerüstete Kabelnetze einspeisen. Zudem werden den PrimaCom-Kunden auch die Multimedia-Dienste von RTL New Media angeboten.

Ein langfristiger Einspeisungsvertrag soll in nächster Zeit ausgehandelt werden. Er soll dann auch die Leistungsschutzrechte der Sender regeln, sagte PrimaCom-Sprecher Alexander Hoffmann der dpa in Leipzig. Die börsennotierte PrimaCom AG sieht sich mit mehr als 1,23 Mill. Kunden als drittgrößter privater Kabelnetzbetreiber in Deutschland und als Marktführer in Ostdeutschland. Zudem vermarktet es interaktive Multimedia-Dienste. Schwerpunktmäßig rüstet das Unternehmen gegenwärtig in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen seine Breitbandkabelnetze auf.

Ein Pilotprojekt zur Einführung von Digitalfernsehen hat PrimaCom bei seinen Kunden in Leipzig gestartet. Dort bekam das Unternehmen aber in den vergangenen Monaten wegen der Urheberrechte von Programmen Ärger sowohl mit der Kölner RTL-Gruppe als auch mit Sendern der Münchner ProSieben Sat.1 Media AG.

Ende 2000 untersagte das Leipziger Landgericht dem Kabelnetzbetreiber, die TV-Sender RTL II, VOX, ProSieben, Kabel 1, TM3 und DSF ausschließlich als kostenpflichtiges digitales Angebot zu verbreiten. Hinsichtlich der Sender N24 und Kabel 1 verpflichtete sich PrimaCom in Unterlassungserklärungen, deren Programme wieder analog in ihr Netz einzuspeisen. PrimaCom-Sprecher Hoffmann sagte jetzt der dpa, "wir würden uns freuen, ähnliche Gespräche wie mit der RTL-Familie auch mit der Kirch-Gruppe zu führen."

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