"Kabelsalat" im Auto reduzieren
BMW, Audi und Infineon wollen ein Konsortium gründen

Die Autokonzerne Audi und BMW wollen gemeinsam mit Infineon mit der Gründung des DCBA-Konsortiums den ständig wachsenden "Kabelsalat" im Innenleben der Autos reduzieren.

dpa MÜNCHEN. Ziel des neuen DCBA-Konsortiums sei es, die stromführenden Leitungen im Auto auch für die Kommunikation im Fahrzeug zu nutzen, teilte die BMW AG am Donnerstag in München mit. Nach Karosserie und Motor habe sich der Kabelbaum in den Fahrzeugen zur Baugruppe mit dem größten Einzelgewicht entwickelt. Als Gründungsmitglieder des Konsortiums wurden neben Audi und BMW der Halbleiter-Konzern Infineon, die israelische Yamar Electronics und die Münchner Technologiefirma iQ Power genannt.



Bis Ende dieses Jahres wolle Infineon ein erstes Vorserienmuster der neuen Elektronik vorlegen. Hintergrund der Bemühungen sei es, einen international anerkannten Standard zu schaffen, der sowohl mit derzeit in Fahrzeugen verwendeten Datenprotokollen kompatibel ist als auch mit der Spannung in aktuellen und zukünftigen Bordnetzen arbeitet. Mit diesem so genannten DC-BUS ließen sich Übertragungsgeschwindigkeiten von 250 Kilobit pro Sekunde und mehr erreichen.

Die zwischen Autobauern und Halbleiterherstellern geschmiedete Allianz bedeute einen Fortschritt in Richtung Standardisierung von Übertragungstechniken, hieß es weiter. Einige Unternehmen wie Daimler-Chrysler, Fiat oder Renault hätten bereits ihr Interesse an dem Projekt bekundet. Von anderen wie dem französischen Hersteller PSA Peugeot-Citroen lägen bereits schriftliche Zusagen vor. Noch bis Februar bestehe für interessierte Unternehmen die Möglichkeit, sich an dem Konsortium zu beteiligen.

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