Kabinettsliste vorgelegt
Ex-König Simeon bildet neue bulgarische Regierung

dpa SOFIA. Der mit der Regierungsbildung in Bulgarien beauftragte frühere König Simeon II. hat am Sonntag Staatspräsident Petar Stojanow seine Kabinettsliste vorgelegt. Zum ersten Mal seit dem Sturz des Kommunismus von 1989 ist darin die Partei der ethnischen Türken DPS vertreten. Simeon Sakskoburggotski, wie der Ex- Monarch jetzt mit bürgerlichem Namen heißt, hat damit fristgerecht seinen Auftrag zur Regierungsbildung erfüllt.

Bei den Parlamentswahlen am 17. Juni hatte Simeons Nationale Bewegung 120 der 240 Parlamentsmandate errungen. Die Bewegung für Rechte und Freiheiten der türkischen Minderheit (DPS) erhielt 21 Sitze im Parlament. Sie wird nunmehr zwei Minister und fünf stellvertretenden Minister stellen.

Die bisher regierenden Vereinigten demokratischen Kräfte ODS mit 51 Mandaten hatten eine Koalition mit Simeons Nationaler Bewegung abgelehnt. Die aus den ehemaligen Kommunisten hervorgegangenen Sozialisten sollen dagegen mit zwei Experten in der neuen Regierung vertreten sein, ohne offiziell eine Koalitionsvereinbarung mit der Nationalen Bewegung zu schließen.

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