Kämpfe in Kaschmir gehen weiter
Pakistan nach Raketentests unter Kritik

Bundesaußenminister Joschka Fischer hat die jüngsten Raketentests Pakistans kritisiert. Vor dem Hintergrund der Spannungen zwischen Pakistan und dem Nachbarland Indien sagte Fischer der Nachrichtenagentur dpa: "Das ist das falsche Signal."

dpa BERLIN. Im Vordergrund müssten nun Schritte der Deeskalation stehen. An diesem Montag spricht Fischer mit seinem britischen Amtskollegen Jack Straw in Berlin. Dabei werde es auch um die Kaschmir-Krise gehen, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes in Berlin.

Pakistan hatte am Morgen seine Raketentests fortgesetzt. Die Reichweite der Rakete habe bei 290 Kilometer gelegen, hieß es. Bereits am Samstag hatte Pakistan eine Mittelstreckenrakete mit einer Reichweite von 1500 Kilometern erprobt, die auch einen Atomsprengkopf tragen kann. Bis Dienstag sollen die Tests fortgesetzt werden.

Die Gefechte im Kaschmir gingen unterdessen weiter. Nach anderen EU-Ländern wie Großbritannien und Frankreich will jetzt auch Deutschland sein Botschaftspersonal in Pakistan verringern. "Wir reagieren damit auf die gestiegene Gefahr terroristischer Anschläge", sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes am Samstag in Berlin. An der Deutschen Botschaft in der Hauptstadt Islamabad arbeiten rund 40 entsandte Diplomaten, in der Vertretung in Karachi zehn. Vor dem Hintergrund der zugespitzten Kaschmir-Krise hatten Deutschland und seine EU-Partner zuvor bereits die Sicherheitsmaßnahmen für die diplomatischen Vertretungen in Pakistan verschärft. Familienmitgliedern deutscher Botschafts-Angehöriger wurde die Möglichkeit zur Ausreise gegeben.

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