Kämpfe um Hilfsgüter
Seuchengefahr im Erdbebengebiet wächst

dpa BHUJ/NEU DELHI. Im indischen Erdbebengebiet wächst die Gefahr von Seuchen. In der am meisten zerstören Stadt Bhuj ist das Trinkwasser stark mit Fäkalien belastet. "Das kann schon bald zur Ausbreitung von schweren Durchfallerkrankungen führen", sagte Susanne Anger vom Deutschen Roten Kreuz am Donnerstag. Das DRK ist für die Aufbereitung von Trinkwasser für eine Zeltklinik zuständig und hat das Wasser deshalb untersucht.

Auch sechs Tage nach dem schlimmsten Erdbeben in der indischen Geschichte gab es in der Nacht zum Donnerstag Nachbeben mit einer Stärke bis zu 4,8 auf der Richterskala. Bei dem Beben am vergangenen Freitag mit einer Stärke von 7,9 waren bis zu 100 000 Menschen ums Leben gekommen. 200 000 Menschen wurden verletzt, eine halbe Million Menschen sind obdachlos.

Die Suchtrupps aus Deutschland und der Schweiz haben ihre Einsätze im Erdbebengebiet beendet. Noch am Mittwoch hatten sie Menschen lebend aus den Trümmern eingestürzter Häuser geborgen. Ein Mädchen in Bhuj war 130 Stunden verschüttet gewesen, eine Frau in Ahmedabad wurde 114 Stunden nach dem Erdbeben gerettet.

Nach Berichten der Zeitung "Indian Express" ist es zwischen Banden im Katastrophengebiet zu Kämpfen um Hilfsgüter gekommen. Einige Gruppen würden sie hamstern. Bei einem Streit um Hilfsgüter sei ein Mann ermordet worden, schrieb die Zeitung.

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