Kafelnikow kennt Mafia-Mitglied
Haas beißt sich gegen Sampras durch

Nach dem Doppelfehler von Pete Sampras freute sich Thomas Haas doppelt: Durch den hauchdünnen 7:6 (7:3), 3:6, 7:6 (7:5)- Erfolg steht der Hamburger erneut unter den letzten acht des Masters- Turniers von Toronto und bescherte seinen leidgeprüften Eltern einen Grund zum Lächeln.

HB TORONTO. "Mein Vater fühlt sich sicher ein bisschen schuldig, weil ich zuletzt nicht spielen konnte. Es ist gut für ihn, mich im Viertelfinale zu sehen. Vielleicht hilft es ihm, wieder gesund zu werden", sagte Haas nach der live im Fernsehen übertragenen Partie, die Sampras beim ersten Matchball von Haas mit zwei missglückten Aufschlägen unfreiwillig beendet hatte.

Die deutsche Nummer 1 hat nun die Chance, wie im Vorjahr ins Halbfinale einzuziehen, als gegen den Rumänen Andrei Pavel allerdings Endstation war. Nächster Gegner ist am Freitag (ca. 21.00 Uhr MESZ/live bei Premiere) Fabrice Santoro. Der französische "Schnippelkönig" gewann 6:2, 6:4 gegen US-Routinier Todd Martin.

Haas und Sampras duellierten sich dagegen 2:05 Stunden. "Er hat die wichtigen Punkte in seinen vorherigen Spielen gewonnen, das war gegen mich nicht der Fall", konstatierte der 24-Jährige, der selbst 24 Asse servierte und seinen dritten Sieg in Folge gegen den einstigen Weltranglisten-Ersten feierte. Den knapp 31-Jährigen sieht Haas dennoch auf dem aufsteigenden Ast: "Er wird in den kommenden Wochen noch gefährlich sein." Sampras zeigte sich jedoch enttäuscht: "Ich dachte, ich hätte gut genug gespielt, um zu gewinnen."

Der Russe Marat Safin, Sieger des Jahres 2000, zitterte sich mit 3:6, 6:3, 7:6 (7:3) über den Chilenen Marcelo Rios ins Viertelfinale. Dort treffen Jungstar Andy Roddick aus den USA und Wimbledon-Finalist David Nalbandian aufeinander. Der Argentinier wehrte beim 4:6, 7:6 (9:7), 7:5 über den Briten Tim Henman drei Matchbälle ab.

Olympiasieger Jewgeni Kafelnikow sorgte weniger durch seine glatte Niederlage gegen den Argentinier Guillermo Canas für Aufsehen als durch das Eingeständnis, das festgenommene russische Mafia-Mitglied Alimsan Tochtachunow zu kennen. "Er ist ein guter Freund von mir. Was immer passiert ist, ich bin sicher, dass es sich um eine Art von Fehler handelt", sagte der Russe. Tochtachunow war unter dem Verdacht festgenommen worden, zwei olympische Eiskunstlauf-Entscheidungen beeinflusst zu haben. Auch der ukrainische Tennis-Profi Andrej Medwedew besaß Kontakte zu Tochtachunow, wie Fotos auf seiner Homepage zeigten. Diese und andere Bilder, die das Mafia-Mitglied mit Kafelnikow und auch Safin zeigen, sind seit Donnerstag verschwunden.

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