Kaffeepreis auf historischem Tiefstand
Melitta verkauft mehr Kaffee

In Deutschland wird immer weniger Kaffee getrunken. Gleichzeitig liegt der Durchschnittsverbraucherpreis mit 3,06 Euro pro Pfund "auf einem historischen Tiefstand", sagte der Geschäftsführer der Melitta Kaffee GmbH, Hermann Arnold.

HB/dpa BREMEN. Der Abwärtstrend im Röstkaffee-Absatz habe sich 2002 mit einem Minus von 1 Prozent weiter fortgesetzt. Innerhalb von 10 Jahren sei der Absatz im deutschen Haushaltsmarkt um 40 000 auf 317 000 Tonnen gefallen.

Melitta hat dagegen 2002 den Absatz um 5 Prozent auf 58 131 Tonnen ausgebaut. Der Marktanteil stieg auf 16 Prozent (2001: 15,3). In der Hitliste der Kaffeesorten liegt Melitta mit der Auslese (7,2 Prozent) hinter Jacobs Krönung (9 Prozent) auf dem 2. Platz. Der Umsatz stieg um 5,4 Prozent auf 342 Millionen Euro, inklusive der Exporte liegt er bei 415 Millionen Euro (407 Mio). Das Ergebnis des Familienunternehmens sei "wiederum sehr zufrieden stellend", sagte Arnold. "Melitta hat keinen Rückgang im Ertrag."

Für das laufende Geschäftsjahr rechnet Arnold mit einem weiteren Absatzrückgang von etwa 1 Prozent in Deutschland. Grund seien die jungen Verbraucher der Altersgruppe 19 bis 27 Jahre, denen "das vorhandene Kaffeeangebot offensichtlich nicht ausreichend attraktiv" sei. Trotz gestiegener Rohkaffeepreise geht Arnold nicht von steigenden Kaffeepreisen aus. Es werde auch in diesem Jahr zu einem harten Verdrängungswettbewerb unter den Röstern kommen. Wachstum sei nur über Marktanteilsgewinne zu erzielen. "Dies führt zu Ertragsrückgängen bei den Röstern."

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