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Kagermann: SAP steht nicht zum Verkauf

New York (dpa) - Die deutsche Softwarefirma SAP steht nach eigenen Angaben nicht zum Verkauf. Das Unternehmen könne weiter gut allein vorangehen, sagte SAP-Chef Hennig Kagermann dem «Wall Street Journal».

New York (dpa) - Die deutsche Softwarefirma SAP steht nach eigenen Angaben nicht zum Verkauf. Das Unternehmen könne weiter gut allein vorangehen, sagte SAP-Chef Hennig Kagermann dem «Wall Street Journal».

Ein Zusammengehen mit einem anderen Unternehmen sei jedoch denkbar. Wenn ein Interessent auf SAP zugehe, werde man aber weiter zuhören, sagte Kagermann. Man müsse tun, was im besten Interesse der Aktionäre, Kunden und Mitarbeiter sei. Nach Bekanntwerden geheimer Fusionsgespräche mit dem weltgrößten Softwarekonzern Microsoft hatte sich das Unternehmen aus Walldorf zu einer Stellungnahmen genötigt gesehen.

Microsoft und SAP hatten geheime Fusionsgespräche geführt, die inzwischen beendet worden sind, ohne dass sich die beiden Softwarekonzerne auf einen Zusammenschluss geeinigt hatten. Eine Kombination mit Konzernen wie Microsoft oder IBM würde nach Darstellung der Zeitung angesichts der SAP-Dominanz bei Unternehmenssoftware enorme Aufsichtshürden in den USA und Europa zur Folge haben.

SAP hat einen Marktwert von rund 50 Milliarden Dollar. Das Unternehmen gilt als Marktführer in dem 40-Milliarden-Dollar-Markt für Unternehmenssoftware. SAP komme aber nicht an die Ressourcen von Microsoft mit einem Börsenwert von 280 Milliarden Dollar und von IBM mit einem Wert von rund 150 Milliarden Dollar heran, hieß es. Analysten hielten die beiden Unternehmen für die beiden einzigen potenziellen Rivalen, die groß genug seien, um SAP zu umwerben. Ein IBM-Sprecher habe es abgelehnt Stellung zu nehmen, ob die Gesellschaft an einer Kombination mit SAP interessiert sei.

Die Bekanntgabe der Fusionsgespräche von Microsoft und SAP war angesichts des am Montag angelaufenen Kartellverfahrens gegen den amerikanischen Unternehmenssoftware-Konzern Oracle erfolgt. Dieser will seinen US-Hauptkonkurrenten PeopleSoft für 7,7 Milliarden Dollar schlucken. Hiergegen hat das US-Justizministerium in San Francisco aus Wettbewerbsgründen geklagt.

Richard Bergquist, der Cheftechnologie-Manager von PeopleSoft, musste nach Angaben der Zeitung am Dienstag zugeben, dass PeopleSoft auch im Wettbewerb mit anderen Firmen wie Lawson Software Inc. und American Management Systems stehe. Zuvor habe Bergquist erklärt, der Wettbewerb sei auf SAP und Oracle beschränkt.

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