Kahn kann lange spielen
Lizarazu will Comeback gegen HSV

Fußball-Nationalspieler Bixente Lizarazu möchte sein Comeback beim FC Bayern München schon am Samstag im Bundesliga-Auswärtsspiel gegen den Hamburger SV geben.

HB/dpa DÜSSELDORF. Der 32-jährige Franzose ist nach einem schweren Muskelfaserriss ins Mannschaftstraining zurückgekehrt und hofft "vielleicht schon am Samstag" auf einen Einsatz, sagte der Defensivspieler in einem Interview auf der Bayern-Homepage (www.fcbayern.de).

"Ich habe jetzt noch ein paar Tage Zeit, um meine Physis zu verbessern. Was mir natürlich noch fehlt, sind die Spritzigkeit und ein paar Einheiten Training mit der Mannschaft", sagte der Weltmeister von 1998. Lizarazu hatte sich vor gut vier Wochen nach Urlaub und einer Woche im Training bei einem Testspiel gegen den Karlsruher SC verletzt.

Gleichzeitig schloss der Franzose, dessen Vertrag beim Weltpokalsieger bis zum Ende dieser Saison läuft, einen weiteren Verbleib in München nicht aus. "Ich weiß, was ich in München habe, aber vielleicht mache ich noch mal was anderes. Es ist alles möglich", meinte er. Sein erster Ansprechpartner sei aber der FC Bayern. Er fühle sich in München sehr wohl und schätze die Arbeitsweise der Deutschen. In der französischen Nationalmannschaft möchte der Baske mindestens bis zur Europameisterschaft 2004 in Portugal spielen, "falls wir uns dafür qualifizieren sollten".

Oliver Kahns Karriere kann nach Ansicht von Uli Hoeneß noch weitaus länger dauern. "Oliver kann noch bis 38 oder 40 Jahren spielen", sagte der Bayern-Manager in einem Interview mit der Münchner Tageszeitung "tz". Bisher war vorgesehen, dass der 33 Jahre alte Nationaltorhüter nach der Weltmeisterschaft 2006 als Fußball-Profi aufhört und anschließend eventuell Manager beim FC Bayern und somit Hoeneß-Nachfolger wird.

Ende 2004 soll es entscheidende Gespräche über die Kahn-Zukunft geben. "Olli hat noch keinen Hinweis darauf gegeben, was er nach seiner Karriere machen will. Wir wollen ihn nicht bedrängen, sondern nur die Verbundenheit des FC Bayern mit der Person Kahn zum Ausdruck bringen", erklärte Hoeneß. Derzeit müsse sich der Keeper auf Fußball konzentrieren. Es könne auch sein, dass Kahn 2006 eine Auszeit braucht.

Dass Hoeneß selbst 2006 von seinem Posten als Manager zurücktreten will, steht seit längerem fest. "Das heißt aber nicht, dass ich mich dann auch vom FC Bayern zurückziehe. Ich werde meine Verbindung zum Club beibehalten, wenn der FC Bayern das will", betonte der 50-Jährige. Nach dem Abschied vom Manager-Job möchte Hoeneß in den Aufsichtsrat wechseln oder auch Nachfolger von Franz Beckenbauer als Präsident werden.

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