Kajak-Vierer, Kajak-Zweier
Zwei Goldmedaillen für Kajak-Fahrer

Der Kajak-Vierer der Frauen holte Gold über die 500-Meter-Strecke. Damit hat der Vierer den Olympiasieg von 2004 wiederholt. Nur wenige Minuten später konnte das deutsche Team ein zweites Mal jubeln: Der Zweier-Kajak mit Martin Hollstein und Andreas Ihle fuhr vor der Konkurrenz über die Ziellinie.

HB PEKING. Die Weltmeisterinnen im Kajak-Vierer setzten sich am Freitag im Shunyi-Park in der Besetzung Fanny Fischer, Nicole Reinhardt, Katrin Wagner-Augustin und Conny Waßmuth vor Ungarn und Australien durch und holten in dieser Bootsklasse die vierte olympische Goldmedaille nacheinander für den Deutschen Kanu-Verband.

„Wir waren so souverän und sind so vorneweg geprescht, das war ja der Hammer“, sagte Wagner-Augustin. „Auf den letzten Matern wusste ich, dass uns das keiner mehr nehmen kann“, meinte Fanny Fischer, die Nichte der deutschen Rekord-Olympionikin Birgit Fischer. „Von der Zuschauerin zum Olympiasieg, das ist Wahnsinn“, sagte Waßmuth, die kurzfristig als Ersatzfrau für die erkrankte Carolin Leonhardt eingesprungen war.

Nur wenige Minuten später konnte das deutsche Team ein zweites Mal jubeln: Der Zweier-Kajak mit Martin Hollstein und Andreas Ihle fuhr vor der Konkurrenz über die Ziellinie. Silber über 1000 Meter ging an Kim Wraae Knudsen/René Holten Poulsen (Dänemark) und Bronze an Andrea Facchin/Antonio Scaduto (Italien).

Für den dreimaligen Olympiasieger Andreas Dittmer dagegen endete das letzte olympische Rennen mit einer großen Enttäuschung. Der 36 Jahre alte Neubrandenburger wurde im Canadier-Einer über 1000 Meter nur Achter und gab wenige Minuten später sein baldiges Karriereende bekannt. „Ich werde noch ein, zwei Nächte darüber schlafen, aber auf der großen Bühne war es das letzte Rennen“, sagte der achtmalige Weltmeister nach 17 Jahren im Hochleistungssport. „Natürlich würde man lieber mit einer Medaille abtreten.“ Aber der Sport habe ihm auch so viele schöne Momente geschenkt. Den Sieg hatte sich Attila Sandor Vajda aus Ungarn vor Olympiasieger David Cal aus Spanien gesichert. Bronze ging an den Kanadier Thomas Hall.

Einen respektablen fünften Platz erreichte Max Hoff im Kajak- Einer über 1000 Meter. Der ehemalige Wildwasser-Weltmeister und Olympia-Debütant aus Köln konnte wie erwartet nicht in den Medaillenkampf eingreifen. Gold ging an den Briten Tim Brabants. Der Weltmeister distanzierte den Norweger Eirik Veraas Larsen um eine halbe Bootslänge. Die Bronzemedaille gewann Ken Wallace aus Australien. Hoff war erst im Frühjahr 2007 zum Kanu-Rennsport gewechselt.

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