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Kajo Neukirchen unter Druck

Neuer Akt im Streit zwischen Kajo Neukirchen, Chef der MG Technologies, und MG-Großaktionär Otto Happel: Aufsichtsratschef Helmut Werner musste Neukirchen jetzt öffentlich den Rücken stärken.

jkn DÜSSELDORF. Grund waren Berichte über eine Ablösung des 59-Jährigen, weil dieser eine Detektei beauftragt hatte, Happels Pläne auszukundschaften. "Unter den gegebenen Umständen und angesichts der systematisch betriebenen Schädigung des Unternehmens hat der Vorstand legitim und in Wahrung berechtigter Interessen gehandelt", schreibt Werner.

Ob Happel die Informationen über die Ablösung Neukirchens lancierte, ist ungewiss. Klar scheint aber: Der widerspenstige Großaktionär, der seine MG-Papiere beim Verkauf der GEA an die MG erwarb, will Neukirchen vom Thron stoßen. Er wäre nicht der erste. Neukirchen ist nicht zuletzt wegen seines Führungsstils umstritten. Der sorgte schon immer für Auseinandersetzungen in seinem Umfeld.

Die Mittel jedoch, die Happel wählt, stoßen auch außerhalb der MG zunehmend auf Unverständnis, richten sie sich doch zu allererst gegen die MG als Unternehmen und schaden dessen Börsenwert. "Man mag ja zu Neukirchen stehen, wie man will. Aber deshalb systematisch ein Unternehmen zu demontieren, das seit sieben Jahren mit wachsenden Erträgen arbeitet, geht zu weit", ist immer häufiger in Finanzkreisen zu hören.

Den zunehmenden Druck, der auf dem MG-Chef lastet, können solche Äußerungen aber nicht verringern. Seine nächsten Schritte muss sich Kajo Neukirchen gut überlegen.

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