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„Kalifatsstaat“ brachte Geld außer Landes

Der verbotene islamistische Kölner "Kalifatsstaat" hat rechtzeitig vor dem Verbot Gelder an seine Stiftung "Diener des Islam" in der niederländischen Stadt Dordrecht überwiesen.

dpa DEN HAAG/KöLN. Wie ein Sprecher des niederländischen Verfassungsschutzes (BVD) am Donnerstag bestätigte, hat der Sicherheitsdienst dies bereits in einem "Bericht über den politischen Islam" aus dem Jahr 1998 festgestellt. Die Überweisung sei im Hinblick auf ein drohendes Verbot des "Kalifatsstaats" in Deutschland geschehen, meinten die Verfassungsschützer in Den Haag seinerzeit. Um wie viel Geld es ging, wurde nicht gesagt.

Der Kaplan-Verband war am Mittwoch verboten worden. Das Verbot gilt in Deutschland auch für die dazugehörende Stiftung "Diener des Islam" und 19 Teilorganisationen. In den Niederlanden wird ein Verbot derzeit nicht diskutiert. Im Zusammenhang mit dem Kampf gegen den Terrorismus achte man aber auf etwaige Aktivitäten von Gruppen wie der Stiftung in Dordrecht, meinte der BVD-Sprecher.

Die Zahl der aktiven Anhänger der Kaplan-Bewegung in den Niederlanden wurde im 1998er Bericht auf 200 geschätzt. Seit der Festnahme des selbst ernannten "Kölner Kalifen" Metin Kaplan 1999 in Deutschland sei die Organisation in den Niederlanden in die Isolierung geraten. Laut BVD-Jahresbericht 2000 ist die Kaplan- Bewegung "nicht mehr sonderlich aktiv".

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