Kaliningrad-Frage strittig
Putin und Schröder zusammengetroffen

Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) ist am Rande des Ostseegipfels in St. Petersburg am Montag mit Präsident Wladimir Putin zusammengetroffen.

dpa ST. PETERSBURG. Die beiden Politiker setzten im Schloss Pawlowsk, einer Zarenresidenz aus dem 18. Jahrhundert südlich der Stadt, ihren Dialog über die Annäherung Russlands an die Europäische Union und die Nato fort.

"In der letzten Zeit ist Historisches passiert im Verhältnis zwischen Russland und dem Westen", sagte Schröder. "Diesen Weg müssen wir weitergehen." Nach einer kurzfristigen Änderung der Planung nahm auch der ukrainische Präsident Leonid Kutschma an dem Treffen teil.

Zu den strittigen Fragen zwischen Schröder und Putin gehört die Zukunft der russischen Exklave Kaliningrad, des Gebietes um das frühere Königsberg, nach der Aufnahme der benachbarten Staaten Litauen und Polen in die EU. Der Forderung Putins, die EU solle einen Transitkorridor von Russland nach Kaliningrad einrichten, stimmte Schröder in St. Petersburg nicht zu. Es werde weiterhin nach einer Lösung gesucht, sagte der Bundeskanzler vor dem Treffen mit Putin auf dem Ostseegipfel.

Deutschland ist einer der großen Fürsprecher Russlands in Europa. Die beiden Duzfreunde Putin und Schröder haben sich in den vergangenen zwei Jahren mehr als ein Dutzend Mal zu direkten Gesprächen getroffen.

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