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Kalte Schulter für Castro und Chávez

Zu den 60 Nationen, die den USA im Zusammenhang mit der Hurrikan Katrina Unterstützung angeboten haben, gehören auch Venezuela und Kuba, die Erzfeinde Washingtons auf dem amerikanischen Kontinent.

Zu den 60 Nationen, die den USA im Zusammenhang mit der Hurrikan Katrina
Unterstützung angeboten haben, gehören auch Venezuela und Kuba, die Erzfeinde
Washingtons auf dem amerikanischen Kontinent. Revolutionsführer Fidel Castro
stellte 1600 Ärzte bereit, die in wenigen Stunden im Einsatzgebiet um New Orleans
ankommen könnten. Aber die Hilfs-Angebote aus Caracas und Havanna blieben
unbeantwortet.

"Wir haben unsere menschliche Pflicht getan", sagte Castro. Es sei immer das
Anliegen seiner Regierung gewesen, den Armen und Bedürftigen zu helfen.
Washington hatte schon nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 ein
Hilfsangebot aus Havanna abgeschlagen. Kuba hatte dann seinerseits Unterstützung in
Höhe von 50.000 Dollar abgelehnt, nachdem Hurrikan "Dennis" im Juli auf der
Karibikinsel Schäden angerichtet hatte. Seit mehr als 40 Jahren versuchen die USA
die kubanische Regierung zu stürzen. Vor allem mit einem Wirtschaftsboykott
will Washington Castro und seine Regierung in die Knie zwingen.

Venezuelas wortgewaltiger Staatschef Hugo Chávez sieht die USA angesichts des
Ausmaßes der Katastrophe bereits dem Untergang geweiht. Er machte Präsident
George W. Bush für mangelnde Prävention und Koordination im Zusammenhang mit
dem Hurrikan verantwortlich und sprach von einer "angekündigten Katastrophe".
Aber der Linkspopulist kündigte an, sein Land werde den USA eine Million Fass
Erdöl spenden und sich so an den Rettungs- und Wiederaufbauarbeiten beteiligen.
Über die Tankstellen von "Citgo", der US-Tochter des venezolanischen
Ölkonzerns PDVSA, betreut Venezuela in New Orleans bereits 2500 Opfer des Hurrikans.


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