Kamera liefert 50.000 Bilder aus dem Körper
Diagnose von Darmerkrankungen verbessert

Kamerafahrt durch den Darm: Given Imaging hat eine Kapsel entwickelt, die mit einem Mikrokamera-Chip bestückt und so klein ist, dass sie vom Patienten mühelos geschluckt werden kann.

hn TEL AVIV. Die Diagnose von Krankheiten im Darm wird durch eine Technik aus Israel deutlich verbessert. Die Firma Given Imaging hat eine Methode entwickelt, mit der der Dünndarm nicht nur vollständig, sondern auch mühelos untersucht werden kann. Das Unternehmen hat eine Kapsel entwickelt, die mit einem Mikrokamera-Chip bestückt ist. Die Kapsel ist so klein, dass sie vom Patienten mühelos geschluckt werden kann.

Bisher entzog sich der größte Teil des Dünndarms den Diagnoseinstrumenten der Mediziner. Auch bei einem teilweisen Einblick mussten Ärzte den Patienten unangenehme Kontrastmittel zumuten, bevor mit Hilfe von Röntgenstrahlen oder Computertomographie Informationen gewonnen werden konnten. Die Mini-Videokamera hingegen durchwandert den ganzen Magen-Darm-Trakt auf natürliche Weise - bevor sie ausgeschieden wird. Auf der Reise durch den Körper, die bis zu acht Sunden dauert, sendet die Einweg-Kamera an die 50 000 Bilder. Die Fotos werden von Sensoren am Bauch des Patienten empfangen und später von einem Rechner ausgewertet.

Die Kaspel enthält nicht nur den Chip, sondern auch eine Lichtquelle zur Ausleuchtung des Dünndarms, das Übertragungsgerät sowie eine Energiequelle. Das System erhielt im vergangenen Jahr die Zulassung durch die FDA und die Bewilligung, das CE-Zeichen zu führen.

Jede Kapsel kostet 450 Dollar. Bisher haben 20 000 Patienten die Videokapsel geschluckt. Beim jüngsten handelt es sich um ein dreijähriges Kind aus Norwegen. Die ambulante Endoskopie hat in den vergangenen Monaten bei Given Imaging zu deutlichen Umsatzsteigerungen geführt. Das Unternehmen vertreibt die Technik inzwischen in 40 Ländern.

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