Kamerun-Trikots beliebt
WM beflügelt Aktien der Sportartikel-Hersteller nur wenig

Den erhofften Kick von der Fußball-WM haben nur einige Aktien der Sportartikel-Konzerne erhalten. Wie auch zuvor auf dem Rasen sorgte ein vermeintlich Kleiner für eine positive Überraschung.

dpa FRANKFURT/MAIN. Den erhofften Kick von der Fußball-WM haben nur einige Aktien der Sportartikel-Konzerne erhalten. Wie auch zuvor auf dem Rasen sorgte ein vermeintlich Kleiner für eine positive Überraschung: So gewannen Puma-Aktien während des Turniers satte 14 Prozent. "Mit den Kamerun-Trikots und neuen Schuhen hat Puma vor allem bei den Jugendlichen großen Erfolg", sagte am Montag Paul Sibianu von der WGZ-Bank in Düsseldorf.

Dagegen bewegten sich Papiere der Branchenführer Adidas-Salomon und Nike in den vergangenen fünf Wochen kaum. Diese im Marktjargon als "Seitwärtsbewegung" bezeichnete Entwicklung bewerteten Händler und Analysten angesichts der massiven Verluste an den Weltbörsen allerdings als Erfolg. So habe die adidas-Aktie während der WM stabil um Kurse von 82 Euro gependelt, während der Leitindex DAX in diesem Zeitraum knapp 10 Prozent verlor. Nike-Titel hielten sich ebenfalls nahezu unverändert bei rund 53 Dollar. Hingegen fiel der S&P-500-Index in New York um mehr als sieben Prozent. Einer Studie von Merck Finck & Co zufolge profitierte das deutsche Unternehmen von dem Verkauf der Produkte zur Fußball-WM.

Vor allem die deutsche Nationaltrikots und der offizielle WM-Ball seien ein großer Erfolg, sagte Analyst Philip Bonhoeffer. Daher sieht er in dem Kurs weiteres Aufwärts-Potenzial. Insgesamt wurden 150 000 DFB-Trikots verkauft, 100 000 davon in Deutschland. Der Ball "Fevernova" wurde weltweit sogar vier Millionen Mal abgesetzt. Nike dürfte Analysten zufolge vor allem von dem Titelgewinn der Brasilianern und den entscheidenden Toren von Superstar Ronaldo profitieren. Besonders die Nachfrage nach den Trikots der Südamerikaner sei "bombastisch". Auch wegen der Überraschungen der Nike-Teams USA und Süd-Korea habe der Konzern im wichtigen Fußball- Geschäft Boden gut gemacht, sagte Sibianu. Erst am vergangenen Donnerstag hatte der weltgrößte Sportartikel-Hersteller im vierten Quartal (bis 31. Mai) mehr Umsatz und Gewinn erzielt als vor einem Jahr und damit die Erwartungen der Analysten übertroffen.

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