Kampagne geplant
Private Kassen protestieren gegen SPD-Pläne

Die Private Krankenversicherung (PKV) will mit einer breiten Kampagne gegen die Pläne der SPD protestieren, für neue Versicherte den Wechsel zu einer Privatkasse zu erschweren.

dpa BERLIN. "Damit würde die wichtigste Wahlmöglichkeit im Gesundheitswesen abgeschafft", erklärte der PKV-Verband am Mittwoch. Die PKV werde nicht ruhen, bis dieser Plan wieder vom Tisch sei.

Die SPD will die so genannte Versicherungspflichtgrenze von derzeit 3375 Euro im Monat nach der Bundestagswahl deutlich anheben. Arbeitnehmer dürfen nur dann zu einer privaten Kasse wechseln, wenn ihr Bruttoeinkommen diese Einkommensgrenze übersteigt. Ziel der SPD-Pläne ist, dass mehr gut verdienende Arbeitnehmer bei den gesetzlichen Krankenkassen bleiben.

Auch der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) äußerte Kritik an den SPD-Plänen für die geplante Gesundheitsreform 2003. Danach sollen die Kassen neue Arzneien nur noch dann erstatten, wenn unabhängige Sachverständige einen Zusatznutzen feststellen. Der BPI warnte davor, die Arzneimittel-Vielfalt einzuschränken und den medizinischen Fortschritt abzuwürgen.

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