Kampf dem elektronischen Werbemüll
Microsoft klagt gegen Spammer

Das US-Softwareunternehmen Microsoft geht jetzt auch mit juristischen Mitteln gegen Massenversender von unerwünschten Werbemails vor. Die Firma reichte nach eigenen Angaben vom Dienstag in den USA und Großbritannien Klagen gegen 15 Urheber von so genanntem Spam ein. Sie sollen die Server des Microsoft-eigenen Internetdienstleisters MSN mit mehr als zwei Millionen Mails überflutet haben.

Reuters REDMOND. Die Klagen zielen darauf ab, den Versand unerwünschter Werbebotschaften zu stoppen. Außerdem gehe es um Schadenersatz in bisher ungenannter Höhe, teilte der weltgrößte Softwareproduzent weiter mit. Die Klagen richten sich demnach sowohl gegen Firmen als auch auch gegen Einzelpersonen. Der Inhalt der darin beanstandeten Mails reiche von angeblichen Tipps für schnellen Reichtum bis zu pornografischen Angeboten.

"Wir haben erkannt, dass Spam ein weltweites Problem ist", sagte Microsoft-Anwalt Brad Smith am Hauptsitz des Unternehmens in Redmond (US-Bundesstaat Washington). Deshalb kämpfe das Unternehmen an allen Fronten dagegen. Microsoft hatte erst kürzlich eine Zusammenarbeit mit den Internetfirmen Yahoo! und AOL angekündigt, um Kunden unter anderem mit Hilfe spezieller Filter besser vor Massenmails zu schützen.

Nach einer Untersuchung des Marktforschungsunternehmens Forrester geben E-Mail-Nutzer in Nordamerika an, dass inzwischen ein Drittel aller erhaltenen elektronischen Nachrichten Müll seien. Der durchschnittliche Nutzer bekomme rund 110 unerwünschte Mails pro Woche.

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