Kampf gegen das Defizit
Haushaltsloch: Manager zum Abbau von Subventionen bereit

Die jetzt verabschiedeten Pläne, nach denen die Berliner Koalition die Staatsausgaben halbwegs solide finanzieren will, stoßen beim deutschen Top- Management auf Ablehnung.

ew DÜSSELDORF. Die jetzt verabschiedeten Pläne, nach denen die Berliner Koalition die Staatsausgaben halbwegs solide finanzieren will, stoßen beim deutschen Top- Management auf Ablehnung. Die Regierung solle ihre Probleme bevorzugt mit eigenen Mitteln lösen und nicht durch höhere Steuern und Abgaben, so das Ergebnis des Business-Monitors. 98 % der befragten Führungskräfte fordern den Bund auf, in der Verwaltung Kosten zu sparen. 80 % appellieren an ihn, trotz der Börsenflaute weitere Beteiligungen - etwa an Telekom und Post - zu verkaufen.

Einen eigenen Beitrag leisten wollen die Vertreter der Wirtschaft aber auch: 96 % sind damit einverstanden, dass Subventionen gekürzt werden sollen. Drei von vier Befragten glauben, dass das Kürzen von Sozialausgaben ein guter Weg des Sparens ist. Eine knappe Mehrheit der Befragten zeigt sich auch solidarisch mit dem Osten: Den Gedanken, Transferzahlungen in die neuen Länder zu kürzen, halten nur 40 % für eine gute Idee. Auch von den Managern aus Westdeutschland wollen weniger als 50 % die Transferzahlungen kürzen. Die Erhöhung direkter Steuern schließlich wird gänzlich abgelehnt: Nur 5 % halten dies für sinnvoll. Größer ist da noch die Akzeptanz von höheren indirekten Steuern: Ein Fünftel der Befragten nähme sie in Kauf.

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