Kampf gegen jugendgefährdende Inhalte im Internet
Freiwillige Online-Selbstkontrolle fordert Unterstützung der Politik

Deutsche Online-Anbieter fordern die Politik zu verstärkter Unterstützung im Kampf gegen jugendgefährdende Inhalte im Internet auf. Die Selbstkontrolle im Netz dürfe nicht zusätzlich bürokratisiert werden, sagte Arthur Waldenberger von der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia (FSM) am Freitag beim 1. FSM-Forum in Berlin.

ddp/vwd BERLIN. Die Bundesländer sollten ihre Kompetenzen für den Jugendschutz an einer Stelle bündeln, um eine bundesweit einheitliche Behandlung zu gewährleisten. Um sicherzustellen, das ethische, moralische und rechtlichen Grundsätze der realen Welt auch im Internet gelten, sei zudem ein engmaschiges, internationales Netz erorderlich. Waldenberg verwies auf den europäischen Dachverband INHOPE, dem inzwischen neun Organisationen aus sieben Ländern sowie zwei assoziierte Mitglieder angehören.

Die FSM ist der Zusammenschluss von über 400 deutschen Online-Anbietern, die den Grundsatz akzeptieren, dass die Freiheit der Nutzung des Internets eine Verantwortung für das Medium nach sich zieht. Die Organisation sieht sich eigenen Angaben zufolge nicht als "Arm des Gesetzes", sei jedoch bereit mit dem Staat zusammenzuarbeiten. Wenn hinter dem Online-Inhalt eine Straftat stehe, wie beispielsweise die Verbreitung rechtsradikaler Informationen oder Kinderpornographie, könne dies an die Strafverfolgungsbehörden weitergeleitet werden. Dabei bleibe der Beschwerdeführer, der sich mit dem Hinweis auf unzulässige oder jugendgefährdende Netzinhalte an die FSM-Beschwerdestelle gewandt hat, anonym.

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