Kampf gegen Terrornetz zeigt Wirkung
El Kaida in finanziellen Nöten

Während sich in Afghanistan der Ring um den mutmaßlichen Terroristenführer Osama bin Laden weiter zuzieht, zeigt der Kampf gegen sein El-Kaida-Netzwerk Wirkung. Nach US-Geheimdienstinformationen hat sich die finanzielle Operationsbasis El Kaidas deutlich verschlechtert.

wsj/HB WASHINGTON. Ein US-Ermittler sagte, die Organisation habe "inzwischen Schwierigkeiten, an Ihr Vermögen zu kommen oder es dorthin zu verschieben, wo sie es braucht."

In Kreisen von Geheimdienst- und Geldwäscheexperten zeigt man sich besonders erfreut über die internationale Zusammenarbeit beim Kampf gegen El Kaida. Staaten, die stets nur zögerlich gegen Geldwäsche vorgegangen waren, gehen inzwischen offensiv gegen zwielichtige Finanzinstitute und Unternehmen vor und zwingen sie zur Offenlegung ihrer Geschäfte. Diese internationale Kooperation wertet US-Handelsminister Paul O?Neill als besonderen Erfolg.

Im Kampf gegen die Finanzierung des Terrorismus sind weltweit bislang Vermögenswerte in Höhe von mehr als 56 Millionen Dollar (64 Mill. Euro) eingefroren worden. Wie das US-Finanzministerium mitteilte, wurden allein in den USA seit den Terroranschlägen vom 11. September 27 Millionen Dollar blockiert. Insgesamt hätten bisher 120 Länder Anweisungen zum Einfrieren des Vermögens derjenigen Personen und Organisationen erlassen, die im Verdacht stehen, Verbindungen zum Netzwerk El Kaida des mutmaßlichen Terroristenführers Osama bin Laden zu haben.

Unterdessen hat der Chef der von den USA als Netzwerk zur Terror-Finanzierung bezeichneten Taqwa-Bank, Jussif Nada, Geschäftsbeziehungen mit dem Terrornetzwerk El Kaida abgestritten. Die USA hatten in der vergangenen Woche die Vermögenswerte der beiden Finanznetzwerke El Taqwa und El Barakaat einfrieren lassen, die in insgesamt 40 Ländern operieren sollen.

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