Kampf gegen USA geht weiter: Weiteres angebliches Bin-Laden-Band

Kampf gegen USA geht weiter
Weiteres angebliches Bin-Laden-Band

Arabischen Medien ist ein weiteres angeblich vom Terroristenführer Osama bin Laden stammendes Tonband zugespielt worden. Darin warnt dieser vor angeblichen US-Plänen zur Aufspaltung der arabischen Welt.

HB/dpa KAIRO/WASHINGTON. Die arabische Tageszeitung "Al- Hayat" veröffentlichte am Sonntag Auszüge der rund 50 Minuten langen Aufnahme, die ungefähr zum selben Zeitpunkt entstanden sei wie ein vor einigen Tagen vom arabischen Sender El Dschasira veröffentlichtes Tonband. Der TV-Sender aus Katar strahlte am Sonntagnachmittag auch Auszüge aus dem neuen Tonband aus.

In der vorausgegangenen Botschaft hatte Bin Laden unter anderem die moslemische Welt aufgerufen, dem Irak im Fall eines amerikanischen Militärschlags beizustehen. Der US-Sender CNN berichtete inzwischen unter Berufung auf einen Washingtoner Regierungsbeamten, die Analyse des Bandes durch Geheimdienstexperten sei abgeschlossen, und man sei nahezu sicher, dass die Aufnahme echt sei. Auch der deutsche Bundesnachrichtendienst (BND) ist dieser Auffassung.

Auf dem neuen Band droht die Bin Laden zugeschriebene Stimme nach Angaben der Zeitung mit neuen Terroranschlägen gegen amerikanische Ziele und ruft die Moslems auf, "den Kampf gegen die USA fortzusetzen". Der drohende Krieg gegen den Irak sei Teil einer amerikanisch-britischen Strategie zur Spaltung der arabischen Welt, die Washington beherrschen wolle.

"Es ist kein Geheimnis, dass die derzeitigen Vorbereitungen für einen Angriff gegen den Irak zu einer Serie geplanter Aggressionen gegen Länder in der Region gehören, darunter Syrien, Iran, Ägypten und der Sudan", hieß es auf dem Tonband. Dies solle den Weg bereiten für ein "Großisrael", zu dem Gebiete des Iraks, Ägyptens, Syriens, Jordaniens und Saudi-Arabiens gehören sollten. Eines der wichtigsten Ziele der "Kreuzfahrer" sei es dabei, die Einheit des "Landes der islamischen Heiligtümer (Saudi-Arabien)" zu zerstören.

Der iranische Außenminister Kamal Charrasi wies am Sonntag Vorwürfe Washingtons, Iran habe Verbindungen zum El-Kaida-Netzwerk, erneut zurück. In Iran seien bereits mehr als 500 als Terroristen Verdächtigte festgenommen und an das Ausland ausgeliefert worden. Der CIA-Direktor George Tenet hatte am vergangenen Dienstag vor einem Senatskomitee erklärt, es gebe beunruhigende Zeichen für die Präsenz von El Kaida im Irak und in Iran.

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