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Kampf um Williams-Cockpit: Heidfeld im Vorteil

Nick Heidfeld hat das erste Duell mit seinem Rivalen Antonio Pizzonia um das zweite Williams-BMW-Cockpit für die Formel-1- Saison 2005 für sich entschieden. Der Mönchengladbacher war bei den Testfahrten in Jerez klar schneller als der Brasilianer.

dpa JEREZ. Nick Heidfeld hat das erste Duell mit seinem Rivalen Antonio Pizzonia um das zweite Williams-BMW-Cockpit für die Formel-1- Saison 2005 für sich entschieden. Der Mönchengladbacher war bei den Testfahrten in Jerez klar schneller als der Brasilianer.

Auf der zumeist regennassen Piste nahm Heidfeld seinem Konkurrenten pro Runde zwischen einer halben und einer Sekunde ab. Vergleichsdaten auf trockener Strecke fehlen noch. Heidfeld erzielte auf abgetrockneter Strecke mit 1:22,430 Minuten die zweitbeste Zeit auf dem 4,428 km langen Kurs in Andalusien. Der 27-Jährige, der insgesamt 96 Runden fuhr, war damit nur vier Zehntelsekunden langsamer als der Kanadier Jacques Villeneuve (1:22,490) im Sauber.

"Ich habe mich schnell im Williams zurechtgefunden und war von Anfang an bei der Musik dabei", sagte Heidfeld, der bereits 101 Runden im Fw26 gedreht hatte. Pizzonia klagte, dass er wegen technischer Probleme kaum fahren konnte und die trockene Phase nicht nutzen konnte: "Wir waren nie unter gleichen Bedingungen unterwegs." In 1:23,365 Minuten wurde er Tagessechster. Eventuell sollen Heidfeld und Pizzonia noch einmal in der kommenden Woche in Jerez fahren.

Der Deutsche ist noch ohne Vertrag für 2005. Nach seinen Engagements bei Prost, Sauber und Jordan hofft er endlich auf einen Platz bei einem Spitzenteam. Mit einer guten Leistung bei den zweitägigen Testfahrten in Jerez wollte sich Heidfeld bei Williams- BMW empfehlen. "Meine Chance habe ich genutzt", meinte er. "Es liegt jetzt am Team, meine Rundenzeiten zu deuten." Während BMW Interesse an ihm hat, tendierte Teamchef Frank Williams bislang zu Pizzonia. Der Brasilianer hat bisher als Testfahrer für Williams-BMW gearbeitet und vier Renneinsätze in der vergangenen Saison absolviert. Das erste Cockpit ist bereits an den Australier Mark Webber vergeben.

Auf dem Kurs in Andalusien testen in dieser Woche die meisten Formel-1-Teams. Der ehemalige Williams-BMW-Pilot Ralf Schumacher musste sich im Toyota in 1:26,221 Minuten mit einem hinteren Platz bei widrigen Wetterverhältnissen zufrieden geben. "Mein 11. Rang sagt angesichts dieser Bedingungen nicht viel aus. Schade nur, dass wir unser Programm nicht so durchziehen konnten wie geplant", meinte der Kerpener.

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