Kampfankündigung an "Trittbrettfahrer"
Duales System will Konkurrenten verklagen

Das Duale System Deutschland (DSD) will mit Wettbewerbsklagen gegen Konkurrenten seine Sonderstellung bei Verpackungsabfällen verteidigen.

dpa KÖLN. Es könne nicht angehen, dass sich einige Unternehmen die "Rosinen beim Recycling von Verpackung" herauspickten, sagte DSD-Vorstandschef Wolfram Brück am Freitag in Köln. So setzten BellandVision und Interseroh bei großen Unternehmen wie Drogeriemarktketten an, die Verpackungsabfall selbst entsorgen wollten. Der "Grüne Punkt" (DSD) leide unter "Trittbrettfahrern".

Durch die Anfang 2003 erwartete Einführung des Dosenpfands befürchtet das Duale System einen Umsatzausfall von bis zu 290 Millionen Euro.

Der Jahresumsatz im Jahr 2001 sei mit knapp 1,9 Milliarden Euro nahezu stabil geblieben. Das Ergebnis des nicht- gewinnorientierten Unternehmens, das Vertragspartner für Handel und Erzeuger bei der gesetzlich vorgeschriebenen Entsorgung von Verpackungen ist, belief sich in 2001 auf eine "schwarze Null".

Den rund 19 000 Lizenznehmern des "Grünen Punkts" seien rund 130 Millionen Euro an Gebühren rückerstattet worden. Noch in diesem Jahr will das Duale System die Verträge mit kommunalen und privaten Entsorgungsunternehmen ausschreiben. Das soll die Kosten der Entsorgung der Verpackungen vor Ort weiter drosseln. Die Zahl der Beschäftigten blieb mit 350 stabil.

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