Kampfansage an Schumacher
Montoya bleibt bei Williams-BMW

Verbunden mit einer Kampfansage an Weltmeister Michael Schumacher hat Juan Pablo Montoya seinen Vertrag beim Formel-1-Team Williams-BMW um zwei weitere Jahres verlängert. "Ich habe keinen Zweifel daran, dass sowohl Williams F1 als auch BMW fest entschlossen sind, Weltmeister zu werden", sagte der 26 Jahre alte Kolumbianer.

dpa/HB HAMBURG. "Juan ist ein herausragendes Talent, und wir sind alle hoch erfreut, dass wir unsere Zusammenarbeit auch in den kommenden beiden Saisons fortsetzen werden", freute sich Teamchef Sir Frank Williams.

Doch auf das britisch-bayrische Team wartet noch viel Arbeit. "Im Augenblick sehe ich ziemlich alt aus. Gegen diesen Ferrari würde mir auch alle Erfahrung der Welt nichts nützen, selbst wenn ich jedes Rennen von der Pole-Position starten würde", sagte Montoya der "sport auto". In der WM-Wertung rangiert der Südamerikaner punktgleich mit seinem Teamkollegen Ralf Schumacher auf Platz 3, hat aber noch Chancen auf die Vize-Weltmeisterschaft.

"Ich hoffe, unsere beiden Piloten können Michael Schumacher in der kommenden Saison unter Druck setzen. Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass wir das stärkste Fahrer-Duo in der Formel 1 haben. Unsere beiden Piloten sind unterschiedliche Typen - Ralf ist analytischer, Juan Pablo emotionaler -, doch mit ihren unterschiedlichen Eigenschaften sind sie am Ende gleich schnell", hofft auch BMW-Sportdirektor Gerhard Berger auf die Wende.

Nach zwei Jahren in der Formel 1 sieht sich Montoya bereits als Seelenverwandter des fünfmaligen Weltmeisters Michael Schumacher: "Ich kämpfe, bis gar nichts mehr geht. Deshalb liegt bei uns auch immer ein Crash in der Luft." Der Deutsche und der Kolumbianer sind in dieser Saison bereits zwei Mal zusammen gestoßen. Beide Male zog Montoya den Kürzeren. Er musste sich in Malaysia und Brasilien einen neuen Frontflügel besorgen und kassierte in Sepang zudem noch eine Zeitstrafe. "Wenn du Michael überholen willst, dann weißt du: Entweder es klappt, oder wir fliegen beide ab", sagte Montoya.

Trotz der sportlichen Rivalität kommt Schumacher "mittlerweile sehr gut" mit dem Kolumbianer aus. "Er reißt nicht mehr so große Sprüche wie im letzten Jahr. Und seine Argumente haben Hand und Fuß. Ich hätte kein Problem, mit ihm in einem Team zusammenzuarbeiten. Mir wäre sowieso am liebsten, wenn wir allen Fahrern mal das gleiche Auto geben. Dann finden wir raus, was Sache ist."

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