Kampfansage an Windows Media Player
RealNetworks stellt neuen Multimediaplayer vor

Die Internetmedienfirma RealNetworks Inc. will mit einem neuen Abspielprogramm für Videos und Musik aus dem Internet den Wettbewerb mit dem Hauptkonkurrenten Microsoft verschärfen. Die neue RealOne-Plattform kombiniert die RealNetworks-Produkte RealPlayer und RealJukebox.

dpa SEATTLE. Damit könne man künftig Musik und Filme aus dem herunterladen und verwalten, teilte das Unternehmen am Montag in Seattle mit. RealNetworks will in Kürze auch einen kostenpflichtigen Internetmediendienst anbieten.

Damit rückt RealNetworks von einem Konzept ab, dass den Nutzern vor allem die Software für die Überspielung von Musik und Videos bot. Jetzt will sich RealNetworks mit seinem integrierten RealOne-Konzept auch regelmäßig zahlende Abonnenten beschaffen, die Inhalte von Medienzulieferanten übernehmen sollen.

RealNetworks hatte in den vergangenen Monaten mit rückläufigen Umsätzen zu kämpfen, da das Produkt zum Verteilen der Audio- und Videoströme im Netz weniger Kunden fand. Bei den Abspielprogrammen ist RealNetworks mit über 220 Mill. registrierten Anwendern Marktführer, allerding setzt die überwiegende Mehrheit der User die kostenlose Version des RealPlayers ein. Microsoft ist mit seinem Windows Media Player Hauptkonkurrent von RealNetworks. Eine verbesserte Version des Media Players soll in das neue Betriebssystem Windows XP integriert werden.

RealNetworks will innerhalb von 60 Tagen den RealOne Service offerieren, eine erweiterte Form des existierenden GoldPass- Mediendienstes der Gesellschaft. GoldPass hat innerhalb eines Jahres mehr als 400 000 Kunden gewonnen. Der RealOne-Dienst soll Inhalte vieler Firmen anbieten. Dazu wird auch Musik gehören, die von MusicNet gegen zusätzliche Gebühren angeboten werden soll. MusicNet ist ein gebührenpflichtiger Online-Musikdienst, den Warner Music (AOL Time Warner), BMG (Bertelsmann), die britische EMI, das unabhängig Plattenlabel Zomba und RealNetworks planen.

AOL und Napster wollen MusicNet ebenfalls vertreiben. Napster ist selbst dabei, einen gebührenpflichtigen Musikdienst einzurichten. Die großen Musikfirmen Universal Music (Vivendi) und Sony Music planen ihrerseits Pressplay, einen konkurrierenden gebührenpflichtigen Musikdienst.

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