Kampfhubschraubereinsatz im Westjordanland
Israelischer Raketenangriff auf Polizeiquartier

ap JERUSALEM. Als Reaktion auf den Lynchmord an zwei israelischen Soldaten haben israelische Kampfhubschrauber am Donnerstag vier Raketen auf mehrere Ziele in der Stadt Ramallah im Westjordanland abgefeuert.

Die Raketen trafen Augenzeugen zufolge die Polizeiwache in der Innenstadt, in der die beiden israelischen Soldaten Stunden zuvor von einer aufgebrachten Menge gelyncht worden waren, und den amtlichen palästinensischen Fernsehsender, der seit Tagen ausführlich über die Unruhen berichtete. Israel hat die Sendungen als "aufrührerisch" bezeichnet. Außerdem wurden Angriffe auf den Amtssitz des palästinensischen Präsidenten Jassir Arafat in der Stadt Gaza gemeldet. Von Hubschraubern abgeschossene Raketen trafen aber nur ein Wachhaus neben der Residenz Arafats. Über dem Anwesen stieg dichter Rauch auf. Die Menschen liefen in Panik aus den Gebäuden. Bei den Angriffen gab es israelischen Medienberichten zufolge Verletzte.

Israelische Behörden riegeln Westjordanland ab

Ferner riegelten die israelischen Behörden das Westjordanland ab. Nach Armeeangaben wurden Truppen in der Nähe von Ramallah zusammengezogen. In Gaza traf sich der palästinensische Präsident Jassir Arafat mit dem Leiter des US-Geheimdienstes CIA, George Tenet. Darüber hinaus telefonierte er mit US-Präsident Bill Clinton und dem ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak. Der israelische Ministerpräsident Ehud Barak hatte die Lynchmorde zuvor als sehr schwerwiegend bezeichnet und alle Termine abgesagt.



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