Kampjets zwangen A 340 zur Landung
Terror-Warnung in Florida

In Florida haben die Behörden nach einer ungeklärten Terror-Warnung einen 30 Kilometer langen Abschnitt einer wichtigen Schnellstraße gesperrt und drei Männer aufgegriffen. Sprengstoffkommandos untersuchten am Freitag zwei Wagen, in denen die Verdächtigen saßen. Nach ersten Berichten schlugen Sprengstoffhunde bei der Durchsuchung beider Autos an.

dpa/HB WASHINGTON. Nachrichtensender CNN und die Zeitung "Miami Herald" berichteten am Freitag, eine Frau in einer Raststätte in Georgia habe aus einem Gespräch mehrerer offensichtlich aus dem Nahen Osten stammender Männer herausgehört, dass am 13. September ein Anschlag in Miami geplant sei.

Die Männer erklärten nach Angaben der Frau: "Wenn sie am 11. 9. getrauert haben, dann werden sie am 13. 9. wieder trauern." Zugleich erklärte einer der Männer laut "Miami Herald", dass sie fünf Stunden Verspätung hätten. Einer habe geantwortet, es bleibe nicht genügend Zeit, "es runterzubringen".

Die Polizei sperrte daraufhin die wichtige Ost-West- Verbindungsstraße I 75, auf der die Männer vermutet wurden, und stoppte zwei Wagen. Auf ersten Fernsehbildern aus der Luft war zu sehen, wie Beamte vorsichtig einen schwarzen und einen weißen Wagen durchsuchten. Auf einer roten Matte legten die Polizisten den Inhalt beider Autos sorgfältig aus.

Polizeisprecherin Tina Osceola sagte in CNN, es seien drei Männer in Gewahrsam genommen, aber bisher nicht verhaftet worden. Unklar blieb zunächst, warum die Polizei gerade diese Straße sperrte und warum sie diese beiden Wagen stoppte. Die Frau hatte das Gespräch in Georgia überhört, zwölf Stunden Autofahrt von der Stelle entfernt, wo die Männer aufgegriffen wurden. Die als Alligator Alley bekannte Straße verbindet Naples an der Westküste und Fort Lauderdale am Atlantik.

Ein portugiesisches Passagierflugzeug mit 235 Menschen an Bord ist von amerikanischen Kampfjets zur Landung auf einem Luftstützpunkt im US-Bundesstaat Delaware gezwungen worden. Der Pilot der vierstrahligen A-340-Linienmaschine der Air Portugal (TAP) hatte nach Angaben der Behörden am Donnerstagabend (Ortszeit) beim Landeanflug auf den New Yorker Flughafen die Anweisungen der Lotsen nicht korrekt befolgt. Daraufhin traten die Sicherheitsmaßnahmen zur Verhinderung von Terroranschlägen in Kraft. Ein TAP-Sprecher teilte in Lissabon mit, die Ursache sei ein "Missverständnis" zwischen dem Piloten und den Fluglotsen gewesen.

Die aus Lissabon gekommene Maschine musste sechs Stunden auf dem Stützpunkt bleiben. US-Experten überprüften das Flugzeug und befragten die Passagiere. Danach konnte der Airbus wieder starten und mit siebenstündiger Verspätung in New York landen. Die TAP akzeptierte die Begründung der US-Behörden für die Umleitung und kündigte eine Untersuchung an. Im Zusammenhang mit dem Jahrestag der Terroranschläge vom 11. September war in den USA die Alarmstufe "Orange" ausgerufen worden. Die Regierung hatte diese zweithöchste Stufe der Alarmbereitschaft mit möglichen Anschlägen begründet.

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