Kanadier lecken nach 2:6 ihre Wunden
Tschechen schüren Traum vom WM-Gold

Die tschechische Eishockey-Nationalmannschaft hat mit ihrem beeindruckenden Auftritt gegen den amtierenden Weltmeister Kanada die Euphorie im eigenen Land weiter angeheizt und den nationalen Traum vom WM-Gold geschürt. Die entzauberten "Ahornblätter" lecken derweil ihre Wunden und üben sich nach ihren bisher überwiegend enttäuschenden Leistungen vor dem Viertelfinale in Zweckoptimismus.

HB PRAG. Vor dem Viertelfinale gegen die USA gab sich Tschechiens Trainer Slavomir Lener nach der mit Bravour überstandenen ersten Herausforderung bei dieser Weltmeisterschaft erst gar keine Mühe, die Euphorie vor der entscheidenden WM-Phase zu dämpfen. "Ich fühle eine große Verantwortung gegenüber den Fans, die wir nicht enttäuschen wollen. Wir wollen Eishockey zeigen, das die Zuschauer begeistert und uns ins Endspiel bringt. Und keiner geht in ein Finale, um Zweiter zu werden", sagte Lener, der sich mit dem ersten Triumph eines Gastgeberlandes seit 18 Jahren verabschieden will. Lener wechselt nach der WM zum Traditionsclub Sparta Prag.

Kanada muss nach der ersten WM-Pleite seit dem Viertelfinal-Aus 2002 und 14 Spielen ohne Niederlage am Donnerstag gegen Finnland antreten. "Das war ein guter Test, aus dem wir lernen müssen. Zum Glück haben wir dafür ein paar Tage Zeit", sagte Stürmer Ryan Smyth, der als bester Spieler des Olympiasiegers ausgezeichnet worden war. "Besser jetzt verlieren als später, hoffentlich sehen wir die Tschechen im Finale wieder", fügte er hinzu.

US-Trainer Peter Laviolette verschaffte sich in Prag einen Eindruck davon, was seine Schützlinge erwartet. Im Viertelfinale baut er auf den nachnominierten Eric Weinrich, der mit seiner neunten WM-Teilnahme US-Rekordmann wird. Die Amerikaner kommen mit viel Selbstvertrauen, nachdem sie Russland verabschiedet haben und den bisher starken Slowaken ein Unentschieden abtrotzten. Laviolette hatte sich sogar ein Duell gegen die Tschechen gewünscht. "Es ist ihre Halle, es sind ihre Fans - doch warum sollen wir sie nicht schlagen? Wir haben schon einen harten Weg hinter uns."

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