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Kanadier will Napster-Alternative auf hoher See aufbauen

Die Sorge um den Verlust der Napster Musikbibliothek treibt immer seltsamere Blüten. Jetzt will ein Kanadier eine Napster-Alternative auf hoher See aufbauen.

ddp LONDON. Ein junger Kanadier will enttäuschten Napster-Mitgliedern eine Alternative bieten. Wie die britische Zeitung "Globe and Mail" am Dienstag in London berichtet, plane der 21-jährige Matt Goyer, einen Napster-ähnlichen Dienst auf hoher See und damit außerhalb der Gerichtsbarkeit der USA zu organisieren. Goyer will dem Bericht zufolge die Dienste von Havenco nutzen, der Firma, die die legendäre Plattform Sealand, zehn Kilometer vor der Ostküste Großbritanniens betreibt. Sealand wurde im Zweiten Weltkrieg von der britischen Armee errichtet und erklärte sich 1967 für souverän.

Betreiber eines Napster-Servers auf Sealand könnten nicht von der mächtigen US-Plattenindustrie und deren Verband RIAA verklagt werden, weil die Gesetze der Vereinigten Staaten auf der Plattform keine Gültigkeit haben. Die Anlaufkosten in Höhe von 15.000 Dollar will Goyer durch Spenden enttäuschter Napster-Mitglieder zusammenbekommen.

Ein US-Gericht hatte Napster am Freitag dazu verurteilt, Filter gegen den Tausch von Musik einzurichten, auf die ein Urheberrecht besteht. Napster-Anteilseigner Bertelsmann hatte zudem angekündigt, den bisher kostenlosen Musiktauschdienst im Sommer in einen Abo-Service umzuwandeln. Millionen Freunde von MP3-Files suchen deshalb nach Alternativen, um ihrem Hobby nachzugehen.



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