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Kanadischer Offizier stirbt bei U-Boot-Brand im Atlantik

Das vor der Küste Irlands treibende kanadische Unterseeboot „Hmcs Chicoutimi“ soll von Schiffen der britischen und irischen Marine gerettet werden. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in London sind zusätzlich Schlepper zu dem Unglücksort unterwegs.

dpa OTTAWA. Das vor der Küste Irlands treibende kanadische Unterseeboot "Hmcs Chicoutimi" soll von Schiffen der britischen und irischen Marine gerettet werden. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in London sind zusätzlich Schlepper zu dem Unglücksort unterwegs.

Die irischen Behörden boten am Vormittag an, das manövrierunfähige U-Boot in einen irischen Hafen zu schleppen. Auf der "Chicoutimi" sind noch 54 Seeleute. Ein kanadischer Offizier erlag am späten Mittwochabend seinen Verletzungen, die er durch ein Feuer in der Schaltzentrale des U-Boots erlitten hatte.

Er war zusammen mit zwei weiteren Besatzungsmitgliedern von Rettungshubschraubern in ein Krankenhaus in Sligo (Nordwestirland) geflogen worden. Der Tod des 32 Jahre alten Ingenieurs Chris Saunders hat in seiner Heimatstadt Halifax großen Schock ausgelöst, sagte der Kommandeur der Kanadischen Atlantikflotte der Zeitung "National Post." Die Behörden in Kanada räumten ein, den Ernst der Situation anfangs nicht richtig eingeschätzt zu haben.

Der Kapitän der "Chicoutimi" hatte am Dienstagnachmittag wegen eines Feuers SOS gefunkt. Seitdem treibt das U-Boot etwa 200 Kilometer vor der Nordwestküste Irlands steuerlos auf hoher See. Hohe Wellen hatten eine Rettungsaktion verzögert. Noch ist unklar, ob und wann das Unterseeboot abgeschleppt oder durch eigene Kraft in Sicherheit gebracht werden kann.

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