Kandidat für die Olympischen Spiele 2012
Rio de Janeiro geht für Brasilien ins Rennen

Rio de Janeiro geht als neunter Kandidat in das Rennen um die Olympischen Spiele 2012. Die brasilianische Metropole setzte sich am Montag bei der Entscheidung des Nationalen Olympischen Komitees (NOK) des Landes gegen Mitbewerber Sao Paulo durch.

HB/dpa RIO DE JANEIRO. Acht Tage vor dem offiziellen Anmeldeschluss des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) am 15. Juli ist das Bewerberfeld mit Havanna, Istanbul, Leipzig, London, Madrid, Moskau, New York, Rio de Janeiro und Paris voraussichtlich komplett.

Rio gewann die Abstimmung mit 23 zu zehn Stimmen bei einer Enthaltung deutlich. Entscheidend für den Ausgang der Wahl war nach Ansicht der meisten Beobachter neben den Naturschönheiten Rios die Tatsache, dass die Zuckerhut-Metropole im Jahr 2007 die Panamerikanischen Spiele organisieren wird. "Mindestens 70 % der Sportplätze und Einrichtungen, die für Olympia benötigt werden, werden schon 2007 fertig errichtet sein", schrieb die Sportzeitung "Lance" am Montag.

Die Bedenken im Bereich der Sicherheit wies die Delegation Rios bei ihrer Präsentation am Montag zurück. "Sicherheitsprobleme hat jede größere Stadt. Wir werden damit fertig", versprach Bürgermeister Cesar Maia. Rio habe bereits problemlos nicht nur den "Gipfel der Erde" 1992 mit 178 politischen Spitzenpersönlichkeiten beherbergt, sondern auch sehr viele internationale Sportereignisse, hieß es.

IOC-Präsident Jacques Rogge geht davon aus, dass die meisten der neun Bewerber in die Endausscheidung kommen. "Der Cut wird sehr klein sein", sagte Rogge am Montag bei einer Pressekonferenz in London. Vorausgegangen war ein Treffen des IOC-Präsidenten mit Premierminister Tony Blair. Darin hatte der Regierungschef Rogge die starke Unterstützung seines Landes für die Bewerbung Londons versichert.

Rogge sagte, er gehe "potenziell von allen neun Städten, oder sechs oder sieben aus", die das Exekutivkomitee im Mai nächsten Jahres für die Endauswahl durch die Vollversammlung am 6. Juli 2005 in Singapur zulässt. Der IOC-Präsident sprach erneut vom "stärksten Bewerberfeld, das es je gegeben hat". Schon deshalb komme es nicht in Frage, nur wenige Kandidaten für die Endausscheidung zuzulassen. Der Belgier schloss aus, dass das Besuchsverbot von IOC-Mitgliedern für Bewerberstädte wieder aufgehoben werden könnte. "Das wäre verlorene Zeit und verlorenes Geld", sagte Rogge.

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