Kannegießer hält Streiks für überholt
Arbeitskampf in Metallbranche vermeidbar

Gesamtmetall-Präsident Martin Kannegiesser hält eine Streikwelle im laufenden Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie nach eigenen Worten für vermeidbar.

Reuters BERLIN. "Wir haben einen konstruktiven und umfassenden Vorschlag unterbreitet und sind der Meinung, dass sich der Konflikt ohne einen Arbeitskampf lösen lässt", sagte der Präsident des Arbeitgeber-Verbandes Gesamtmetall in einem Interview der "Magdeburger Volksstimme" (Freitagausgabe). Die Konfliktlösung durch Arbeitskämpfe sei ein überholtes Instrument. Der Schaden durch eine Streikwelle wäre für die gesamte Volkswirtschaft "unermesslich groß" und stünde in einem Missverhältnis zu dem, was verteilt werden solle. Die Gewerkschaft IG Metall fordert Einkommenserhöhungen um 6,5 Prozent und hat diese Forderung mit zahlreichen Warnstreiks unterstrichen. Die Arbeitgeber bieten für dieses Jahr und für das nächste jeweils zwei Prozent.

Mit diesem Angebot sei die obere Grenze der Leistungsfähigkeit der meisten Metall-Betriebe erreicht, sagte Kannegiesser der Zeitung. Die Forderung der Gewerkschaft sei an einigen wenigen Spitzenreiter-Betrieben der Branche ausgerichtet. "Dies kann nicht der Maßstab für einen Flächentarifvertrag sein." Stattdessen seien differenzierte Lösungen erforderlich.

Die IG Metall hat angekündigt, ihre Warnstreiks am Freitag fortzusetzen und in der kommenden Woche deutlich auszuweiten.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%