Kanzler als „Seele der Partei“ gesehen
SPD auf neuem Rekordtief

Die SPD ist bundespolitisch in der Wählergunst weiter auf Talfahrt. In der wöchentlichen Umfrage von "Stern" und RTL sank die Regierungspartei auf ein neues Rekordtief von 25 Prozent, ein Punkt weniger als in der Vorwoche.

Reuters BERLIN. Die SPD ist einer forsa-Umfrage erstmals auf das Rekordtief von 25 % gefallen. Nach der am Dienstag veröffentlichten Umfrage für das Magazin "Stern" und den Fernsehsender RTL ist das ein Punkt weniger als noch vor einer Woche. Einen derart niedrigen Wert habe das Meinungsforschungsinstitut forsa noch nie ermittelt, hieß es in einer "Stern"-Vorabmeldung. Die Union könnte um einen Punkt auf 49 % zulegen, wenn am kommenden Sonntag ein neuer Bundestag gewählt würde. Grüne, FDP und PDS liegen unverändert bei zwölf, sieben beziehungsweise vier Prozent.

Auch das Vertrauen in die politische Kompetenz der SPD ist gering. Der Umfrage zufolge sind nur 17 % der Deutschen der Auffassung, die Sozialdemokraten könnten Deutschland aus der Krise führen. 77 % trauen dies der SPD nicht zu. Der SPD-Vorsitzende, Bundeskanzler Gerhard Schröder, verkörpert nach Ansicht von 52 % der Bundesbürger auch die "Seele" der Partei. Sein Vorgänger und Kritiker Oskar Lafontaine vertritt für 26 % diese Rolle, 22 % der Befragen waren der Meinung, keiner der beiden verkörpere die "Seele" der Partei.

Zur Feststellung der Parteipräferenz befragte Forsa laut "Stern" zwischen dem 19. und 23. Mai 2505 repräsentativ ausgewählt Bundesbürger. Datenbasis für die SPD-Fragen seien 1006 repräsentativ ausgewählte Deutsche gewesen.

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