Kanzler besucht Unglücksort ín New York
Schröder zu Kurzbesuch in den USA eingetroffen

Bundeskanzler Gerhard Schröder ist am Dienstag zu einem Kurzbesuch in Washington eingetroffen, wo er mit US-Präsident George W. Bush die globale Sicherheitslage nach den US-Angriffen auf Ziele in Afghanistan besprechen wollte.

Reuters WASHINGTON. Anschließend wurde Schröder in New York zu einem Treffen mit UNO-Generalsekretär Kofi Annan über humanitäre Hilfe für die afghanischen Flüchtlinge erwartet. Als erster deutscher Politiker wollte Schröder zudem vor seinem Rückflug nach Berlin den Unglücksort im New Yorker Stadtteil Manhattan besuchen, wo am 11. September zwei gekaperte Passagiermaschinen in das World Trade Center geprallt waren und die Zwillingstürme zum Einsturz gebracht hatten.

Unmittelbar vor seinem Abflug hatte Schröder gesagt, mit dem Beginn der Militärschläge der USA gegen Stellungen der radikal-islamischen Taliban in Afghanistan und die El-Kaida-Organisation des moslemischen Extremisten Osama bin Laden sei der Kampf gegen Terrorismus in eine neue Phase eingetreten. Er wolle den USA, die die Hauptlast bei der Terrorbekämpfung trügen, die uneingeschränkte Solidarität Deutschlands versichern.

In dem Gespräch zwischen Schröder und Bush im Weißen Haus dürfte auch ein möglicher militärischer Beitrag Deutschlands bei der Terrorbekämpfung zur Sprache kommen. Schröder hatte wiederholt gesagt, konkrete Anfragen des Nato-Partners USA an Deutschland lägen nicht vor, ein Einsatz militärischer Kräfte sei aber nicht ausgeschlossen. Unmittelbar nach Beginn der US-Angriffe am Sonntagabend hatte Schröder gesagt, deutsche Truppen beteiligten sich "zurzeit" nicht an den Aktionen. In der Umgebung Schröders hieß es, diese Formulierung habe der Kanzler bewusst verwendet.

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