Kanzler: Koalition wird Bestand haben
Schröder glaubt an Rot-Grün in NRW

Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) müht sich um den Erhalt der krisengeschüttelten rot-grünen Koalition in Nordrhein-Westfalen. Er sei sicher, dass beide Parteien das Bündnis fortsetzen wollten und zu einer vernünftigen Sacharbeit zurückkehrten, sagte der SPD-Vorsitzende am Montag vor einer Parteiratssitzung in Berlin.

HB/dpa BERLIN/DüSSELDORF. Die Bundespartei werde dabei helfen, soweit dies möglich sei; letztlich entschieden werde die Frage aber in Düsseldorf.

Mit der Krise soll sich auch der SPD-Sonderparteitag am kommenden Sonntag befassen. Nach dpa-Informationen wollen eine Reihe von Delegierten einen Antrag zur Abstimmung stellen, in dem der Fortbestand des Regierungsbündnisses im bevölkerungsreichsten Bundesland gefordert wird.

Voraussichtlich am Donnerstag will sich Schröder wegen der Krise mit Ministerpräsident Peer Steinbrück (SPD) treffen. An dem Gespräch - wahrscheinlich im Kanzleramt - wollen auch dessen Amtsvorgänger, Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement, sowie der Chef der SPD - Bundestagsfraktions, Franz Müntefering, und der SPD-Landesvorsitzende Harald Schartau teilnehmen.

Landesumweltministerin Bärbel Höhn (Grüne) warf der SPD vor, mit ihren Attacken auf die Grünen von den eigenen Problemen ablenken zu wollen. Die Sozialdemokraten in Nordrhein-Westfalen seien wegen ihrer schlechten Umfragewerte ziemlich nervös. "In einer solchen Situation neigt man dazu, jemand anderem den Schwarzen Peter zuzuschieben", sagte Höhn.

Die Ministerin nahm an einer Sitzung des Fraktionsvorstands der Grünen teil, um über die zugespitzte Lage in der Koalition zu beraten. Sie bedauerte, dass Ministerpräsident Peer Steinbrück (SPD) Medienberichte nicht dementiert hat, in denen es hieß, er betreibe den Bruch der Koalition. "Das hätte mehr Ruhe gebracht, wenn er klar gesagt hätte: Da ist nichts dran", erklärte Höhn.

Die FDP des Landes erneuerte unterdessen ihr Angebot für eine Zusammenarbeit mit der SPD. "Geheim-Gespräche" mit Peer Steinbrück (SPD) habe es aber nicht gegeben, sagte der Vorsitzende der Landtagsfraktion, Ingo Wolf. Er sprach sich erneut gegen Neuwahlen aus.

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