Archiv
Kanzler legt Grundstein für Daimler-Chrysler-Fabrik in Peking

Kanzler Gerhard Schröder hat am Montag bei seinem Besuch in Peking mit der Daimler-Chrysler AG und deren chinesischen Partnern den Grundstein für eine neue Autofabrik gelegt.

dpa-afx PEKING. Kanzler Gerhard Schröder hat am Montag bei seinem Besuch in Peking mit der Daimler-Chrysler AG und deren chinesischen Partnern den Grundstein für eine neue Autofabrik gelegt. In dem Gemeinschaftsunternehmen mit der Beijing Automotive Industry Holding (Baic) sollen von der zweiten Jahreshälfte 2005 an Mercedes- Personenwagen gebaut werden. Das Ereignis "symbolisiert die weitere Vertiefung der wirtschaftlichen Kooperation" beider Länder, sagte Schröder, der anschließend zu Gesprächen mit Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao zusammentreffen wollte.

Im Rahmen der neuen Asienstrategie von Daimler-Chrysler ist das Werk Teil der 1,2 Mrd. Euro umfassenden Investitionen in China, die auch die Produktion von Transportern der Typen Sprinter und Viano/Vito von 2006 an in Südchina vorsieht. Zunächst sollen in Peking Limousinen der C- und E-Klasse gebaut werden. "Mittelfristig strebt Daimler-Chrysler in China an, sein Marken- und Produktportfolio zu vervollständigen und neue Wachstumssegmente zu erschließen", sagte das für China zuständige Vorstandsmitglied Rüdiger Grube. Das neue Joint Venture, an dem beide Seiten 50 Prozent halten, solle "Maßstäbe für unsere Industrie setzen".

Mit der Gründung der Beijing Benz-Daimler-Chrysler Automotive Co. haben die Stuttgarter auch das von Chrysler geerbte Joint Venture umstrukturiert und mit der Mercedes-Produktion auf dem neuen Industriegelände im Süden Pekings zusammengelegt. Zuletzt produzierte das Gemeinschaftsunternehmen Jeeps vom Typ Cherokee und das veraltete chinesische Modell Bj2020 sowie neuerdings den Mitsubishi Pajero Sport und Outlander. Mittelfristig ist die Produktion von 25 000 Mercedes-Limousinen geplant, doch hatte selbst BMW nach seinem Markteintritt in China seine Absatzerwartungen von 18 000 auf 10 000 Autos in diesem Jahr herunterschrauben müssen.

Der Kanzler wird am Dienstag in Changchun in Nordostchina auch ein neues Volkswagenwerk einweihen. Nach dramatischen Zuwächsen bis 75 Prozent im Vorjahr ist das Wachstum des chinesischen Automarktes in diesem Jahr allerdings überraschend stark zurückgegangen und dürfte nur noch 14 Prozent erreichen. Die Hersteller haben ihre Produktion bereits stark zurückgefahren und ursprünglich geplante Milliardeninvestitionen deutlich reduziert. Für nächstes Jahr werden höchstens zehn Prozent Wachstum auf Chinas Automarkt erwartet.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%