Kanzler schlägt weitere Maßnahmen zur Zuwanderung vor
Schröder zieht positive Bilanz zur Greencard

Ein Jahr nach seinem ersten Vorschlag für die gezielte Zuwanderung von Computer-Fachkräften hat Bundeskanzler Gerhard Schröder eine positive Bilanz der Greencard gezogen und weitere Schritte vorgeschlagen. "Wenn wir den Wettbewerb um die besten Köpfe nicht verlieren wollen, benötigen wir in Deutschland eine sachliche und sachkundige Diskussion über eine arbeitsmarktorientierte Zuwanderung", erklärte Schröder am Mittwochabend zur Eröffnung der Computermesse Cebit in Hannover.

ap HANNOVER. Bisher haben etwa 6 000 Fachkräfte der IT-Branche (Informationstechnologie) aus Nicht-EU-Ländern über die Greencard eine Arbeitserlaubnis in Deutschland erhalten - weit weniger als die ursprünglich angestrebten 20 000. Schröder sagte, dass auf Grund der Beschäftigung eines zugewanderten IT-Experten in Deutschland drei zusätzliche Arbeitskräfte geschaffen worden seien.

Jetzt müssten aber weitere Schritte folgen, forderte der SPD-Vorsitzende. Dabei sei auch über eine Verlängerung der derzeit geltenden Fünfjahresfrist bei der Erteilung der Greencard zu reden. Außerdem sollte ausländischen Studenten in Deutschland die Chance geboten werden, nach ihrer Ausbildung auch hier zu Lande eine Beschäftigung aufzunehmen.

Der Fachkräftemangel in der IT-Industrie müsse außerdem mit verstärkten Bemühungen in der Bildung überwunden werden, sagte Schröder. In diesem Sommer werde es an praktisch allen Schulen einen Internet-Zugang geben. Das für 2003 im Bündnis für Arbeit vereinbarte Ziel von 40 000 Ausbildungsplätzen in den IT- und Medienberufen sei bereits im jetzt laufenden Ausbildungsjahr übertroffen worden. Die Wirtschaft habe zugesagt, diese Zahl bis 2003 auf 60 000 zu erhöhen. Schröder kündigte zudem an, dass in allen 181 Arbeitsämtern Internet-Zentren eingerichtet werden sollen, wo alle im Computernetz angebotene Stellen zugänglich gemacht werden.

Auf der weltgrößten Messe für Informationstechnik und Telekommunikation zeigen ab Donnerstag 8 106 Aussteller neue Geräte, Software und Dienstleistungen. Im Mittelpunkt des Interesses steht diesmal das "mobile Internet". Dabei geht es um Möglichkeiten, die Informationen im globalen Computernetz auch über handliche Geräte wie das Mobiltelefon oder "Persönliche Digitale Assistenten" (PDA) zugänglich zu machen.

Mehr zur größten Computermesse im Cebit-Special

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