Kanzler weniger beliebt
Politbarometer: Stimmung für Union besser

Knapp einen Monat nach der Bundestagswahl hat sich die politischen Stimmung deutlich gewandelt. Das ZDF-Politbarometer ermittelte 45 Prozent Zustimmung zur Union und nur noch 36 Prozent für die SPD. Die Grünen kommen auf 9 Prozent, die FDP auf 6 und die PDS auf 2.

HB/dpa MAINZ. Markant sind dabei die Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland: Die Sozialdemokraten erreichen im Westen nur 33 Prozent, im Osten 45. Die CDU/CSU erhält im Westen 48 Prozent Zustimmung, aber nur 33 Prozent im Osten.

Bei den Antworten auf die Frage nach der Entscheidung bei einer Bundestagswahl (Sonntagsfrage) kommt die aktuelle Stimmung nicht so stark zum Tragen. Danach erreicht die SPD nun 38 Prozent, ein Minus von 0,5 Punkten im Vergleich zur Bundestagswahl. Die Union legt um 1,5 Prozentpunkte auf 40 Prozent zu. Die Grünen liegen bei 8 Prozent (minus 0,6), die FDP bei 6 (minus 1,4) und die PDS unverändert bei 4. Das bedeutet ein Patt von Rot-Grün und Schwarz-Gelb.

Das Ansehen von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hat nach der am Freitag veröffentlichten Umfrage gelitten. Er rutschte auf der Beliebtheitsskala, die von plus 5 bis minus 5 reicht, merklich ab, von 2,1 auf den Wert 1,5. Sein Vizekanzler, Außenminister Joschka Fischer (Grüne), ist dagegen noch populärer als zuvor. Er kletterte auf der Skala von 2,2 auf 2,4.

Die Forschungsgruppe Wahlen hatte 1277 Wahlberechtigte in der Zeit vom 14. bis 17. Oktober befragt, also teils noch während der laufenden Koalitionsverhandlungen. Beim Hauptthema der zurückliegenden Woche, der Finanzpolitik, verlor die SPD ihren Kompetenzvorsprung von vor der Wahl an die Union. Jetzt sehen auf diesem Feld 31 Prozent die größte Kompetenz bei der SPD, aber 35 Prozent bei der Union. Vor der Wahl lag die SPD mit 37 zu 32 vorn.

In der Debatte um den EU-Stabilitätspakt und Sparprogramme beziehen die Deutschen klar Position: 62 Prozent sind der Meinung, dass der ursprünglich geplante Sparkurs hätte fortgesetzt werden müssen. 29 Prozent verlangen höhere Neuschulden, um mit dem Geld die Wirtschaft anzukurbeln.

Deutlich schlechter als zuvor wird das Verhältnis zu den USA bewertet. Waren im Mai noch 88 Prozent und im September 76 Prozent der Ansicht, die deutsch-amerikanischen Beziehungen seien gut, sagen das jetzt nur nur 65 Prozent. 33 Prozent halten sie momentan für schlecht.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%