Kanzler will Thema im Bündnis für Arbeit behandeln – Gewerkschaften uneinig
BDI fordert niedrigere Steuern auf Aktienoptionen

In einem gemeinsamen Positionspapier von BDI und VCI fordern die Verbände Steuererleichterungen für Mitarbeiterbeteiligungen

HB DÜSSELDORF. Vorgeschlagen wird, Kursgewinne aus Aktienoptionen künftig nicht mehr als Arbeitslohn voll der Einkommensteuer zu unterwerfen, sondern nur noch mit einer wesentlich geringeren Steuer zu belasten. Der BDI fordert die Koalition auf, hierzu ein neues Gesetz zu erlassen. In ihm müsse unterschieden werden zwischen handelbaren und nicht handelbaren Optionen.

Handelbare Optionen will der Verband künftig zum Zeitpunkt ihrer Ausgabe mit nur 7,5 % des Kurswertes der Aktie besteuert sehen. Veräußerungsgewinne bei Ausübung der Option sollen dann steuerfrei bleiben. Ist die Option dagegen nicht marktgängig, wird sie nach den Vorstellungen des BDI bei ihrer Einlösung besteuert. Der dabei anfallende Veräußerungsgewinn soll nach dem neuen Halbeinkünfteverfahren nur noch zur Hälfte belastet werden. Überdies fordert der BDI, auf Einkünfte aus Aktienoptionen keine Sozialversicherungsbeiträge mehr zu erheben.

Bundeskanzler Gerhard Schröder hat angekündigt, die Besteuerungsfrage zum Thema im Bündnis für Arbeit zu machen. In einem Schreiben an den Vorstandsvorsitzenden der Berliner Teles AG, Sigmar Schindler, der ebenfalls Steuervorteile angemahnt hatte, gab Schröder jedoch zu bedenken, dass eine Bevorzugung von Aktienoptionen dem normalen Arbeitnehmer kaum vermittelbar sei. Besonders IT-Unternehmen fordern Steuervorteile für Optionsprogramme, da sie sonst im globalen Wettlauf um Fachkräfte ins Hintertreffen gerieten.

Die Gewerkschaften sind sich in der Frage der Steuererleichterungen nicht einig. Während DGB-Vorstandsmitglied Heinz Putzhammer Steuerbefreiungen ablehnte, befürwortete die Deutsche Angestellten-Gewerkschaft Steuervergünstigungen, sofern sie allen Arbeitnehmern zugute kommen.

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