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Kanzleramtsrunde bereitet Bündnis zur Gentechnik vor

rtr BERLIN. Die Bundesregierung hat am Donnerstag mit der Saatgut-Industrie Beratungen über ein Bündnis zur so genannten Grünen Gentechnik aufgenommen. Unter Leitung von Kanzleramtschef Frank-Walter Steinmeier kamen am Abend im Kanzleramt Staatssekretäre verschiedener Bundesministerien mit Funktionären der Pflanzenzüchter und Vertretern von Firmen wie Aventis CropScience und der Kleinwanzlebener Saatzucht AG (KWS) zusammen. Nach Vorstellungen der Regierung soll die Industrie auf die Vermarktung von gentechnisch veränderten Pflanzen in der Landwirtschaft vorerst verzichten und diese bis Ende 2003 nur im Rahmen eines Forschungsprogramms anbauen.

Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hatte das Bündnis im Juni angesichts der geringen Akzeptanz in der Bevölkerung für gentechnisch veränderte Lebensmittel vorgeschlagen. In der Bundesregierung hieß es, Politik wie auch Industrie stünden in der Verantwortung, den Bedenken der Verbraucher Rechnung zu tragen. Die Regierung will der Industrie unter anderem anbieten, die Bundesmittel für die Sicherheitsforschung in der Pflanzen- Gentechnik in den kommenden drei Jahren auf insgesamt 50 Millionen Mark aufzustocken.

Die Branche sieht ihrerseits die Bundesregierung unter Zugzwang, da eine Vereinbarung vor der nächsten Aussaat im Frühjahr getroffen werden müsste. Mit einer Einigung im Detail in der ersten Beratungsrunde wurde nicht gerechnet. Das Ergebnis sollte voraussichtlich am Freitag mitgeteilt werden.

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