Kapitalbasis soll gestärkt werden
Allianz-Emission fast komplett

Die Kapitalerhöhung des 2002 in die roten Zahlen gerutschten Münchener Allfinanzkonzerns Allianz ist bei den Aktionären nach Angaben aus Finanzkreisen fast vollständig angenommen worden. Die Bezugsrechtsemission im Volumen von 4,4 Milliarden Euro habe eine Annahmequote von 99,7 Prozent erreicht, hieß es am Mittwoch in Bankenkreisen.

Reuters LONDON/FRANKFURT. "Es sind 99,7 Prozent, das bedeutet, dass die Deutsche Bank rund 383 000 (übrige) Aktien heute am Markt verkauft und das wahrscheinlich sogar bereits getan hat." Die Allianz wollte sich auf Anfrage hierzu nicht äußern und verwies auf eine Mitteilung im Tagesverlauf.

Die Aktie des Versicherers, die am Mittwoch ex Dividende gehandelt wurde, notierte am Vormittag unmittelbar nach Bekanntwerden der Annahmequote mit 63,77 Euro um 2,8 Prozent im Plus und damit deutlich fester als der Gesamtmarkt. Im weiteren Handel verringerte sich der Kursanstieg aber auf 1,3 Prozent.

Die 2002 erstmals auf Jahresbasis in die Verluste gerutschte Allianz hatte ihren Aktionären eine Kapitalerhöhung im Wege der Ausgabe von Bezugsrechten angeboten. Für je 15 alte Aktien wurden sieben neue Papiere zum Preis von 38 Euro offeriert. Der Bezugspreis hatte mit 38 Euro je junger Aktie deutlich unter dem aktuellen Börsenkurs gelegen.

Die Allianz, ohnehin belastet durch die Übernahme der Dresdner Bank, braucht das Geld zur Stärkung ihrer Kapitalbasis, nachdem sie wegen der Börsenflaute 2002 Abschreibungen auf Wertpapiere in Milliardenhöhe verkraften musste. Der erfolgreiche Abschluss der Kapitalerhöhung dürfte dem Allfinanzkonzern helfen, sein "AA"-Kreditrating zu sichern. Die Transaktion wurden von einem Konsortium aus Deutscher Bank, Goldman Sachs, Citigroup und UBS Warburg durchgeführt.

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