Kapitalerhöhung genehmigt
Metabox-Pleite von Aktionären abgewendet

Die Aktionäre der Metabox AG haben die Pleite des Multimediaunternehmens vorläufig verhindert. Sie stimmten auf der gestrigen Hauptversammlung einem Bündel von Kapitalmaßnahmen zu und verschafften der Firma dadurch wieder etwas Luft. Unter anderem wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital um 7,7 Mill. Euro gegen Bar- oder Sacheinlagen zu erhöhen.

dpa/HB HILDESHEIM. Der vorläufige Insolvenzverwalter Michael Graaff sagte am Rande des Aktionärstreffens, für ein Metabox-Grundstück gebe es die mündliche Zusage eines Kaufinteressenten. Für den Fall, dass Metabox wieder einen Auftrag vermelden könne, gebe es außerdem Zusagen von potenziellen Geldgebern. Über die Höhe der Zusagen wollte er nichts sagen.

Der seit Ende August amtierende Vorstandsvorsitzende Herbert Steinhauer kritisierte, dass es bei seinem Eintritt in das Unternehmen Ende August an Führung gefehlt habe, der Vertrieb ziellos gearbeitet und bei Kunden keine Glaubwürdigkeit besessen habe. Das Rechnungswesen von Metabox sei wegen des Weggangs von Mitarbeitern nicht funktionsfähig gewesen. Es habe keine klare Ausrichtung oder Strategie gegeben. Die Firmenstruktur sei nicht mehr überschaubar gewesen.

Unternehmensgründer Stefan Domeyer, der damals an der Metabox-Spitze stand und noch heute im Vorstand sitzt, räumte unternehmerische Fehler ein und entschuldigte sich bei den Aktionären für den Kursverfall. Gegen Domeyer laufen Ermittlungen. Aktionärsschützer werfen ihm vor, den Aktienkurs in der Vergangenheit mit falschen Meldungen manipuliert zu haben. Gestern notierte das Metabox-Papier nach einem Kursplus bei knapp 0,70 Euro. Im Juli des vergangenen Jahres kostete die Aktie zeitweise mehr als 40 Euro.

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