Kapitalerhöhung geplant
Hypo-Vereinsbank will sich neue Akquisitionswährung beschaffen

Reuters MÜNCHEN. Die Hypo-Vereinsbank (HVB) will sich die Möglichkeit erhalten, mit Kapitalerhöhungen von bis zu 780 Mill. ? weitere Übernahmen zu finanzieren. Die Hauptversammlung der Bank am 22. Mai in München soll ein neues genehmigtes Kapital von 780 Mill. ? schaffen, wie aus der am Mittwoch veröffentlichten Einladung hervorgeht. Die Aktionäre sollen ein Bezugsrecht für neue Aktien erhalten. Als Begründung nennt die Bank neben einer Stärkung des Eigenkapitals ausdrücklich die Chance, "sich am Markt bietende Akquisitionschancen entschlossen zu ergreifen". Zum derzeitigen Kurs von knapp 60 ? stünden der HVB damit rund 15,5 Mrd. ? zur Verfügung.

Durch die Fusion mit der Bank Austria, deren Aktionäre HVB-Aktien erhalten hatten, war das genehmigte Kapital im vergangenen Jahr bis auf 105,6 Mill. ? aufgebraucht worden. Vorstandschef Albrecht Schmidt hatte Ende März eine Kapitalerhöhung noch im laufenden Jahr ausgeschlossen. Die Hypo-Vereinsbank müsse vor weiteren Expansionsschritten in Süd- oder Westeuropa erst die Bank Austria integrieren, hatte er gesagt. Die Ermächtigung zur Erhöhung des Grundkapitals soll wie üblich fünf Jahre gelten.

Die Internationalisierung der Hypo-Vereinsbank könnte ihren Aktionären in den kommenden Jahren auch Auslandsreisen bescheren. Die Hauptversammlung soll nach einem Vorschlag der Bank künftig an einem beliebigen Börsenplatz in Europa stattfinden.

Die Zustimmung der Aktionäre sucht die Hypo-Vereinsbank auch für die Fusion ihrer Immobilienfinanzierungstöchter Bayerische Handelsbank, Südboden und NürnbergHyp zu einer großen Immobilienbank. Obwohl formal nicht notwendig, solle dieser wichtige Schritt auch von den Aktionären der HVB, die an dem neuen Institut 73,38 % halten werden, genehmigt werden, hieß es in der Einladung. Im kommenden Jahr soll auch der Immobilienbereich der HypoVereinsbank in die noch namenlose Immobilienbank ausgegliedert werden. Die Württembergische Hypothekenbank soll nach den bisherigen Plänen dagegen selbstständig bleiben.

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