Kapitalerhöhung im Verhältnis sechs zu eins
Gehe erhöht Dividende, Kapital und Prognose

Vorstandsvorsitzender Fritz Oesterle kündigte bei der Vorlage der Bilanz für 2001 eine Kapitalerhöhung im Verhältnis sechs zu eins an.

vwd STUTTGART. Die Gehe AG erhöht Dividende, Aktienkapital und Langfrist-Ergebnisprognose. Der Hauptversammlung am 8. Mai wird für das Geschäftsjahr 2001 eine auf 0,85 ? erhöhte Gesamtausschüttung vorgeschlagen, die aus unverändert 0,77 ? Dividende plus 0,08 ? Bonus besteht.

Wie Fritz Oesterle, Vorstandsvorsitzender des Pharma-Groß- und Einzelhandelskonzerns, am Freitag bei der Vorlage der Bilanz 2001 weiter sagte, wird das Unternehmen vom 8. bis 22. April 2002 sein Kapital im Verhältnis sechs zu eins um 31 104 ? auf 217,728 Mill. ? durch Ausgabe von 12,15 Mill. Stückaktien erhöhen.

Die Bezugsrechte werden vom 8. bis 18. April gehandelt. Das Konsortium besteht aus Dresdner Bank, Deutsche Bank, Bayerische Landesbank, DZ Bank, HSBC und LBBW. Der Emissionserlös dient künftigen Akquisitionen im Bereich Apotheken und Großhandel sowie der Rückführung von Finanzverbindlicheiten. Nach den Worten Oesterles ist die Gehe-Expansion in den Bereich Apotheken sehr erfolgreich. Im Durchschnitt der nächsten Jahr sollen etwa 250 Apotheken pro Jahr gekauft werden. Der Vorstand sei aber auch nicht traurig, wenn es mal nur 80 Apotheken sind. In Deutschland sei der Apotheken-Erwerb nicht erlaubt.

Die 1 721 Apotheken von Gehe befinden sich überwiegend im europäischen Ausland. Ihr Anteil am Konzernumsatz stieg 2001 auf 12,1 (10,6) %. Der Anteil am Konzernergebnis vor Steuern wuchs auf 18,8 (14,5) %. Der Pharmamarkt ist nach den Worten des Gehe-Vorstandsvorsitzenden von der allgemeinen Konjunkturentwicklung relativ unabhängig. Der Bedarf an Arzneimitteln folge eben anderen Regeln als die Gesamtkonjunktur. Wie in den Vorjahren ist Gehe beim Umsatz, beim EBITDA (Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen) und beim Ergebnis vor Steuern jeweils zweistellig gewachsen.

Deshalb verabschiedet sich der Vorstand von seiner bisherigen Langfristprognose, die von einem durchschnittlichen Ergebniswachstum von rund zehn % ausging.

Gehe will 2002 beim EBITDA und beim ordentlichen Ergebnis vor Steuern Wachstumsraten erreichen, die im Rahmen der Vorjahreswerte liegen. Im Geschäftsjahr 2001 stieg das Konzern-Ergebnis vor Ertragssteuern um 14,3 Prozent auf 292,1 Mill. ?, der Jahresüberschuss um 58,0 % auf 271,0 Mill. ?, das EBITDA um 10,3 % auf 484,6 Mill. ? und der Konzernumsatz um 10,6 % auf 17,0 Mrd ?. Das EBITDA je Aktie nahm auf 6,65 (6,03) ? zu. Durch die zunehmende Zahl älterer Menschen, deren Arzneimittelausgaben um ein Mehrfaches über den Ausgaben jüngerer Menschen liegt, wachse der Pharmamarkt zwangsläufig, wurde betont.

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