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Kapitalerhöhung soll Karstadt-Quelle mindestens 500 Millionen Euro bringen

Der angeschlagene Einzelhandelskonzern Karstadt-Quelle AG will durch eine Kapitalerhöhung mindestens 500 Mill. Euro einnehmen. Wie das Unternehmen am Donnerstag per Pflichtveröffentlichung mitteilte, soll eine außerordentliche Hauptversammlung am 22.

dpa-afx ESSEN. Der angeschlagene Einzelhandelskonzern Karstadt-Quelle AG will durch eine Kapitalerhöhung mindestens 500 Mill. Euro einnehmen. Wie das Unternehmen am Donnerstag per Pflichtveröffentlichung mitteilte, soll eine außerordentliche Hauptversammlung am 22. November beschließen, das Grundkapital der Gesellschaft gegen Bareinlagen durch Ausgabe von 93 041 375 neuen Aktien von 301 459 904 Euro um 238 185 920 auf 539 645 824 Euro zu erhöhen.

Die neuen Aktien sollen von den Mitgliedern eines Bankenkonsortiums unter Führung von ABN Amro und Dresdner Bank mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären im Verhältnis von acht zu sieben zum Bezug anzubieten. Für acht alte Aktien können sieben neue Aktien bezogen werden. Hierüber sei ein Vorvertrag geschlossen worden. Der endgültige Bezugspreis werde kurz vor Beginn der Bezugsfrist (voraussichtlich Ende November 2004) anhand des dann aktuellen Marktniveaus festgesetzt.

Ausgabe Weiterer Aktien Möglich

Der erstrebte Emissionserlös von mindestens 500 Mill. Euro werde dann erreicht, wenn der endgültige Bezugspreis mindestens bei 5,38 Euro je Aktie liege. Sollte dies nicht der Fall sein, könne der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates zusätzlich neue Aktien aus dem bestehenden genehmigten Kapital ausgeben und den Aktionären in einem einheitlichen Bezugsangebot zu demselben Bezugspreis zum Bezug anbieten. In diesem Fall richte sich das Bezugsverhältnis nach dem Verhältnis der Anzahl von bezugsberechtigten Stückaktien zu der Anzahl der insgesamt neu ausgegebenen Stückaktien.

Die Mitglieder des Bankenkonsortiums hätten sich unter banküblichen Vorbehalten verpflichtet, die neuen Aktien zu einem Mindestpreis von 4,00 Euro zu übernehmen. Sollte der endgültige Bezugspreis nicht über dem Mindestbezugspreis liegen, ergäbe sich ein einheitliches Bezugsverhältnis für die insgesamt auszugebenden neuen Stückaktien von etwa sechs zu 7. Dann könnten für sechs alte Aktien sieben neue Aktien bezogen werden.

1,75 Milliarden Euro Schwerer Bankenkredit Voraussetzung

Die Mitglieder des Stimmrechtspools Madeleine Schickedanz sowie die Allianz AG bzw. die mit ihr verbundenen Unternehmen hätten sich grundsätzlich bereit erklärt, aus der Kapitalerhöhung neue Aktien für insgesamt rund 280 Mill. Euro zu beziehen. Diese Zusage sei wie die der Konsortialbanken unter anderem an die Bedingung geknüpft, dass die Gesellschaft von den Banken eine Kreditzusage über rund 1,75 Mrd. Euro mit einer Laufzeit von drei Jahren erhält. Die Verhandlungen zwischen der Gesellschaft und den Kredit gebenden Banken seien konstruktiv und befänden sich in einem fortgeschrittenen Stadium.

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