Kapitalgeber kommen wieder ins Grübeln
Schlechte Nachrichten vom Europameister

In der vergangenen Woche gab der britische Risikokapitalgeber 3i bekannt, dass das Unternehmen - der größte Wagniskapitalgeber in Europa - auch in diesem Jahr weitere Abschreibungen vornehmen müsse. Ein schlechtes Omen.

Auch für die Wagniskapitalgeber hier zu Lande bedeutet die Nachricht von 3i nichts Gutes. Vor allem die börsennotierten Spieler sind in der Klemme, sie hängen noch viel stärker am Tropf der Börse als die Gesellschaften, die Ihr Kapital bei Investoren einsammeln müssen. Zwar rechnet zum Beispiel die TFG nicht mit weiteren Abschreiben im ersten Quartal 2002. Und auch die Zahlen des Bundesverbandes der Kapitalbeteiligungsgesellschaften zeigen, dass die Zahl der Abschreibungen wieder etwas rückläufig war im letzten Quartal des Jahres 2001.

Aber nach der Bekanntgabe von 3i wird so mancher Kapitalgeber wieder ins Grübeln kommen. Das widerum verschlechtert die Situation der Startups die immer dringender Geld brauchen noch weiter. Immer häufiger wird das aber auch für die Unternehmen ein Problem, die bereits aus dem Startup-Alter herausgewachsen sind und nun ihre Expanison finanzieren müssen. Als Mittelständler, die sie dann sind, werden sie aber kaum auf Bankenkredite hoffen können.

So wird jede schlechte Nachricht eines Wagniskapitalgebers für noch mehr schlechte Nachrichten bei Wachstumsunternehmen sorgen. Ein Teufelskreis.

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