Kapitalkräftiges Konsortium
Am Montag öffnet neue Börse "Virt-X" in London

An diesem Montag (25. Juni) erklingt in London die Startglocke für die neue, internetgestützte Börse Virt-X. Über das Gemeinschaftsunternehmen der Schweizer Börse SWX und der lange Zeit wenig beachteten Londoner Börse Tradepoint sollen nicht nur alle 29 schweizerischen Blue Chips gehandelt werden.

dpa-afx FRANKFURT. Auch alle anderen mehr als 600 europäischen Standardwerte sollen hier als Zweitnotierung Käufer und Verkäufer anlocken. Und auch in den USA darf Virt-X mit Genehmigung der Wertpapieraufsichtsbehörde als eigenständige Börse auftreten. Der Handel soll über EBS, dem System der Schweizer Börse, das sämtliche Etappen einer Transaktion vom Angebot bis zur Schlusszahlung automatisch durchführt, abgewickelt werden. Obwohl Virt-X ihren Sitz auf der Insel hat, wird der eigentliche Handel aus den Schweizer Bergen gesteuert werden.

Virt-X will etablierten Börsen zehn Prozent des Blue-Chip-Handelsvolumens abjagen

Um tatsächlich lebensfähig zu sein, müsste Virt-X unter den europäischen Blue Chips ein großes Handelsvolumen an sich ziehen. Die ambitionierten Ziele der Newcomer gehen jedenfalls genau in diese Richtung: Mindestens 10% der Werte wollen die Betreiber der Virt-X den etablierten Börsen abtrotzen und an die Themse holen. Ein ehrgeiziges Vorhaben, dem viele Marktbeobachter noch skeptisch gegenüberstehen.

SWX versorgt Virt-X mit nötiger Liquidität

Immerhin: Die Tatsache, dass die schweizerischen Blue-Chips über die Börse gehandelt werden, sorge zumindest gleich zu Anfang für die nötige Basisliquididät und dafür, dass die Betriebswirtschaft stimmt, kommentierte zuletzt die "Börsenzeitung" (Freitagsausgabe) die ehrgeizigen Pläne.

Und ausserdem: Hinter Virt-X steht ein kapitalkräftiges Konsortium aus Schwergewichten wie ABN Amro, Deutscher Bank, Credit Suisse First Boston (CSFB), Dresdner Kleinwort Wasserstein, Merrill Lynch, JP Morgan, Morgan Stanley, UBS Warburg, dem Institutsbroker Instinet und Electronic Communications Network Archipelago.

Dieses Konsortium hält 38,9% an Virt-X und damit den gleichen Anteil wie die SWX. Die restlichen 22% gehören Venture-Capital-Gesellschaften und Streubesitzaktionären.

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