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Kapitalmärkte mit erhöhtem Korrekturrisiko - sentix-Umfrage

Die internationalen Kapitalmärkte sind laut einer Studie von sentix derzeit einem erhöhten Korrekturrisiko ausgesetzt.

dpa-afx FRANKFURT. Die internationalen Kapitalmärkte sind laut einer Studie von sentix derzeit einem erhöhten Korrekturrisiko ausgesetzt. Dies zeigten die aktuellen Daten zu den Investitionsgraden sowie die unverändert positive Stimmung am Aktienmarkt, hieß es in einer am Montag veröffentlichten Studie der Marktanalysten von sentix. Eine positive Stimmung sei zwar für sich genommen noch kein zwingendes Verkaufssignal. Kritisch werde es aber, wenn die Anleger sehr positiv eingestellt und zugleich hoch investiert seien. "Kommen dann 'Störfeuer', ist die Korrektur programmiert", hieß es in der Studie wörtlich.

Die Rentenmärkte folgen laut Studie unverändert ihrem Aufwärtstrend - und die größte Angst der Anleger scheint in einem "Platzen der Rentenmarktblase" zu bestehen. Die Profis liegen laut Studie wieder nahe ihrer im März erreichten Höchstquoten und selbst die lange Zeit zurückhaltenden Privatanleger waren in den letzten Wochen "erstaunlich kauffreudig". Wie im Frühjahr geben rund 28 Prozent der Profis an, überinvestiert zu sein. Die Investoren am Aktienmarkt sind damit nicht nur positiv gestimmt, sondern haben auch reagiert und ihre Investitionsquoten signifikant erhöht.

Ein Blick auf das mittelfristige Sentiment der institutionellen Investoren zeige indes, dass diese den Markt strategisch nicht mehr so positiv beurteilen, wie noch in der Vorwoche. "Offenbar haben die Ereignisse und Nachrichten der letzten Woche - insbesondere von der Währungsfront - die Anleger nachdenklich gemacht", hieß es in der Studie. "Die Profis werden also vorsichtiger und neigen - bei hohen Investitionsgraden - mehr denn üblich zu Gewinnmitnahmen." Eine technische Reaktion, die bis zu drei Wochen dauern könne, sei damit wahrscheinlicher geworden. "Der mittelfristige Bullenmarkt ist aber noch nicht beendet", hieß es weiter.

Die sentix Kapitalmarktumfrage wird seit Februar 2001 auf wöchentlicher Basis erhoben. Mit mehr als 1 100 Teilnehmern, darunter mehr als 200 Institutionelle Anleger, ist den Angaben zufolge "ein repräsentativer Querschnitt der deutschen Investmentbranche" beteiligt.

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